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News: Stadthymne fĂŒr Tiraspol zum Anlass des 215. Geburtstages

Posted in Transnistrien News von admin am 28. Sep. 2007

Tiraspol bereitet sich auf den 215. Jahrestags ihres Bestehens vor. Zu diesem Anlass wurde nach Tiraspol Times ein Wettbewerb abgehalten, um eine Stadthymne zu prĂ€mieren. Den Wettbewerb haben Vyacheslav Gordzey (Musik) und Alla Melnichuk (Text) gewonnen. Die Hymne wurde vom MilitĂ€rorchester einstudiert und wird am 14. Oktober 2007, dem Jahrestag aufgefĂŒhrt.

News: Transnistrien bittet Russland um Wirtschaftshilfe

Posted in Transnistrien News von admin am 27. Sep. 2007

Die russische Agentur Ria Novosti berichtet am 25. September 2007, dass Transnistriens PrĂ€sident Igor Smirnow Russland um Wirtschaftshilfe gebeten hat. Wie ein Pressesprecher Smirnows der Agentur mitteilte, ĂŒbergab der PrĂ€sident  dem russischen Botschafter in Moldau, Valeri Kusmin, ein Schreiben mit der Bitte, Wirtschaftshilfe zu gewĂ€hren, da die Transnistrien unter der strengsten je festgestllten DĂŒrre leide. Ein langfristiger Kredit Russlands zum Aufbau der transnistrischen Landwirtschaft wĂŒrde dem Land sehr helfen, liess Smirnow verlauten. Die Getreideernte liegt angeblich 60% unter der Progrnose. Innerhalb der letzten vier Wochen stiegen die Brotpreise um 25%.

News: Transnistrisches Parlament lehnt höhere Wodka-Steuer ab

Posted in Transnistrien News von admin am 25. Sep. 2007

Neues Kapitel im diplomatischen kalten Krieg zwischen Moldau und Transnistrien

Posted in Allgemein, Transnistrien News von admin am 19. Sep. 2007

Die transnistrische online-Zeitung Tiraspol Times berichtet, dass moldauische Soldaten Autos, die aus Transnistrien nach Moldau eingereist sind, die transnistrischen Nummerntafeln abmontiert haben und damit den Besitzern sowohl die Weiter- als auch die RĂŒckfahrt verboten haben. GemĂ€ĂŸ Tiraspol Times seien 2000 Wagen auf diese Weise konfisziert worden. Moldau habe verlautbart, dass die Besitzer eine moldauische Nummerntafel beantragen könnten und natĂŒrlich in Moldau Steuer und Importzoll zahlen mĂŒssten. Allerdings musste der moldauische Innenminister auf einer Pressekonferenz zugeben, dass es noch keine Möglichkeit gĂ€be, die Wagen tatsĂ€chlich in Moldau registrieren zu lassen. Mehr dazu bei Tiraspol Times.

Von Marcell NimfĂŒhr und Kramar, Fischka.com

News: EU erkennt Referendum nicht an

Posted in Transnistrien News von admin am 18. Sep. 2007

GemÀss einer PresseerklÀrung der finnischen EU-PrÀsidentschaft erkennt die EU das transnistrische UnabhÀngikeits-Referendum vom 17. September 2006 nicht an. Hier der Originalwortlaut:
The European Union is aware that a “referendum” in the Transnistrian region of the Republic of Moldova has taken place on 17 September 2006. This “referendum” contradicts the internationally recognized sovereignty and territorial integrity of the Republic of Moldova. The EU considers that the situation in Transnistria does not allow the free expression of popular will. The EU reiterates that it recognizes neither the “referendum” nor its outcome.

PMR-Referendum 2006 in TiraspolThe European Union calls upon the mediators and observers in the OSCE-led 5+2 talks to make public statements to the same effect.

The European Union fully supports Moldova’s territorial integrity and calls on both parties to the conflict to return immediately to the negotiating table in the 5+2 format and work towards a speedy and transparent solution of the Transnistria conflict.

The Acceding Countries Bulgaria and Romania, the Candidate Countries,Turkey, Croatia* and the former Yugoslav Republic of Macedonia*, the Countries of the Stabilisation and Association Process and potential candidates Albania, Bosnia and Herzegovina, Montenegro, Serbia and the EFTA countries Iceland, Liechtenstein and Norway, members of the European Economic Area, as well as Ukraine align themselves with this declaration.

Quelle: PrÀsidentschaft der EU

Die unertrÀgliche Langsamkeit der VerÀnderung

Posted in Artikel der Region, Transnistrien, Transnistrien Artikel von admin am 15. Sep. 2007

Menschen mit geistigen Behinderungen leben in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion oft noch immer unter menschenunwĂŒrdigen Bedingungen. Die UnterstĂŒtzung von Hilfsorganisationen trĂ€gt jedoch dazu bei, das System der Benachteiligung behutsam zu Ă€ndern.

Eine Reportage von Kramar und Marcell NimfĂŒhr fĂŒr Kollektiv Fischka veröffentlicht in Liga fĂŒr Menschenrechte September 2007

„Das Institut fĂŒr behinderte Frauen und MĂ€dchen in Bendery wird geschlossen“ meldet die britischen Hilfsorganisation Hopes and Homes. 54 MĂ€dchen, die im Bendery Institut der nicht anerkannten moldauischen Republik Pridnestrowien (im Westen als Transnistrien bekannt) zuvor unter menschenunwĂŒrdigen UmstĂ€nden gelebt hĂ€tten, wĂŒrden nun in eine liebevolle und fördernde Umgebung kommen. Ich habe im Jahr 2002 PĂ€dagoginnen des Hilfswerks Austria zu diesem Heim begleitet. Die Hilfsorganisation hatte erst kĂŒrzlich zuvor seine Arbeit vor Ort aufgenommen und kĂ€mpfte gegen das starre System der pridnestrowischen Behörden. Hat sich tatsĂ€chlich an der trostlosen Situation fĂŒr geistig behinderte Jugendliche in diesem Land geĂ€ndert? Die PĂ€dagoginnen kamen mit dem Auftrag, die Betreuerinnen des staatlich gefĂŒhrten Heimes im gefĂŒhlvollerem Umgang mit ihren Schutzbefohlenen zu sensibilisieren. Das Heim befand sich auf einem HĂŒgel, die 80 MĂ€dchen und Frauen waren in zwei kleinen, abgewohnten GebĂ€uden untergebracht.

Hier spricht Radio PMR: Nachrichten aus Transnistrien. Die unertrÀgliche Langsamkeit der VerÀnderung

Ich erinnere mich an Ala, ein MĂ€dchen, dass in ihrem Schlafzimmer alleine auf dem Boden sass, neben ihr ein Stuhl, an dem lose BĂ€nder herabbaumelten. Oft musste es am Stuhl niedergebunden werden, wenn es seine aggressiven SchĂŒbe bekam. Meine Kommunikationsversuche mit ihr beobachteten die staatlichen Betreuerinnen mit abschĂ€tzigem Desinteresse. Dann weiter durch dunkle und muffige GĂ€nge zu einem Aufenthaltsraum. 25 MĂ€dchen sassen zum grĂ¶ĂŸten Teil antriebslos auf knapp 30 Quadratmeter an Tischen oder auf dem Boden. Der grĂŒne Synthetikteppich klebte und roch nach Urin. Ein MĂ€dchen hatte den Kopf an die kahle Wand gelehnt und bewegte sich nicht, fĂŒr andere war meine Anwesenheit eine willkommene Abwechslung.

Damals sei der Aufenthaltsraum schon ein Fortschritt gewesen. FrĂŒher seien die meisten MĂ€dchen nie aus dem Bett gekommen. FĂŒttern, schlafen, leben im Bett, mit der einzigen Auswahl auf die Tapete oder in das Rauminnere zu starren. Ich empfand das GefĂŒhl, dass hier den Kindern mit GleichgĂŒltigkeit und Lieblosigkeit begegnet wurde. Als wĂ€re es das Ziel, das Leben dieser Kinder zu verwahren anstatt es zu gestalten. Die Interventionen des Hilfswerkes mĂŒssen, so wurde mir erklĂ€rt, behutsam durchgefĂŒhrt werden. Das Verwahren und Wegsperren von Behinderten Menschen sei eine Praxis, die noch aus Sowjetzeiten datiert. Die Benachteiligung beginnt oft schon in der Geburtsstation, so ein Report von amnesty international. Wenn ein Baby Anomalien zeigt, wird den Eltern dringend empfohlen, es in eine staatliche Anstalt zu geben. Das dazugehörige Formular beinhaltet ein Verzicht aller Elternrechte. Das trifft bei der Geburt hauptsĂ€chlich Babies mit Down-Syndrom und spĂ€ter Kinder mit ZerebrallĂ€hmung und Autismus. Veralterte Klassifizierungen wie „Schwachsinn“ oder „Idiotie“ verhindern oft die richtige Betreuung. Eine Mehrzahl der Kinder mit geistigen BeeintrĂ€chtigungen werden fĂŒr „nicht bildungsfĂ€hig“ erklĂ€rt.

Hier spricht Radio PMR: Nachrichten aus Transnistrien. Die unertrÀgliche Langsamkeit der VerÀnderung

Ich verliess das MĂ€dchenhaus. Im Hof entdeckten mich ein paar Ă€ltere Frauen. Sie nahmen mich an der Hand und fĂŒhrten mich ins Frauenhaus um mir ihre UnterkĂŒnfte zu zeigen. Erst da wurde mir klar, wie kurz der Lebensweg dieser Menschen ist. Wenn ein Kind in das MĂ€dchenhaus kommt, bleibt es dort bis zum 19. Geburtstag. Dann geht es ein paar Schritte ĂŒber den Hof und wird in das Frauenhaus aufgenommen. Dort bleibt sie bis sie stirbt.

Zum Abschluss des Aufenthaltes fuhren wir in die Hauptstadt Tiraspol zu einem Behindertenheim fĂŒr Buben und MĂ€nner. Das Hilfswerk Austria war hier schon seit einiger Zeit engagiert. Die Buben hatten mehr Spielzeug und besseres Essen. Sie wirken weniger verwahrlost. Ich schloss schnell Freundschaft mit einem kleinwĂŒchsigen Burschen, der mich durch die GebĂ€ude begleitete und mich all seinen Freunden prĂ€sentierte. Er hieß Dima und war vielleicht zwölf Jahre alt. Sein genaues Geburtsdatum ist wie bei vielen unbekannt. In einem Gang gab es eine schwere GittertĂŒr mit VorhĂ€ngeschloss. Dahinter lungerten ein paar Jugendliche. Sie hatten versucht, aus dem Heim abzuhauen, wurden gefasst und hatten zur Strafe eine Woche Arrest in dieser GefĂ€ngniszelle ausgefasst. Bevor ich das Heim verliess, stupste mich Dima an und forderte stumm meine Kamera. Ich zeigte ihm, wie er fokussieren und dann auslösen könne. Seine HĂ€nde bestehen aus jeweils zwei Greiffingern. Nach kurzer Zeit bekam er die Kamera in Griff, machte ein paar Fotos und war sehr zufrieden. Er sei eigentlich ein sehr schlauer Bursche, sagte man mir. Er hatte einfach das Pech, durch ein menschenfeindliches System in eine Anstaltswesen hinein zu geraten, aus dem es keinen Ausweg und innerhalb dessen es kaum Förderung gibt.

Hier spricht Radio PMR: Nachrichten aus Transnistrien. Die unertrÀgliche Langsamkeit der VerÀnderung

Diese Besuche liegen nun mittlerweile fĂŒnf Jahre zurĂŒck . Laut Sabine Prenn, Projektreferentin beim Hilfswerk Austria hat sich seit damals einiges getan. Durch die beharrliche Intervention vom Hilfswerk und anderen Organisationen hat bei den pridnestrowische Behörden ein Umdenken begonnen: „Es hat lange gedauert, bis eine Vertrauensbasis hergestellt war und wir ein Netzwerk aufbauen konnten.“ erklĂ€rt Sabine Prenn. „Die Stadtverwaltung von Dubossary und auch von Tiraspol ist fĂŒr die Hilfe von Außen bereit geworden, es gab Debatten im Parlament und man bemĂŒht sich sogar um MedienprĂ€senz fĂŒr dieses Thema.“ Die pridnestrowische Regierung und einige Stadtverwaltungen unterstĂŒtzen die Projekte des Hilfswerks. In Dubossary gibt es nun ein Tageszentrum fĂŒr behinderte Kinder und Beratung fĂŒr deren Eltern. „Die Eltern“, so Sabine Prenn, „wollen ihre Kinder auch nicht weggeben, besonders, wenn sie UnterstĂŒtzung bekommen.“ Das MĂ€dchenheim in Bendery ist nun aufgelassen worden. Dennoch hat sich fĂŒr viele behinderte Jugendliche die Perspektiven nicht viel gebessert. Mein aufmerksamer Begleiter Dima hingegen bekommt seine Zukunft. Er soll demnĂ€chst in das Tagesheim in Dubossary kommen um dort dem Hausmeister zur Hand gehen. Das ist mehr, als er noch vor ein paar Jahren vom Leben hĂ€tte erwarten können.

Eine Reportage von Kramar und Marcell NimfĂŒhr fĂŒr Kollektiv Fischka

veröffentlicht in Liga fĂŒr Menschenrechte September 2007

News: PrÀsident Smirnov kandidiert wieder

Posted in Transnistrien News von admin am 15. Sep. 2007

Die russische Agentur RIA Novosti berichtet, dass der amtierende PrĂ€sident Transnistriens, Igor Nikolaewitsch Smirnov, fĂŒr die am 10. Dezember 2006 stattfindenden PrĂ€sidentenwahl erneut kandidieren wird. Smirnov ist seit 1991 im Amt und hat bereits drei Amtsperioden hinter sich gebracht.