Die Nachrichten fĂŒr 17. Februar 2009
- Pridnestrowiens Antwort auf die Angebote aus Moldau
- Briefing mit dem Stellv. Aussenminister
- Treffen der Schwarzmeerkosaken in Tiraspol
- Smirnow trifft Kosakenchef
- Gedenken an den Afghanistankrieg
- Tiraspoler Regelpriester ĂŒber neuen Patriarchen
***1***
Am 16. Februar richtete die pridnestrowische Seite an die Adresse der moldauischen Seite eine Antwort auf die VorschlĂ€ge, die vom PrĂ€sidenten der Republik Moldau Wladimir Woronin am 24. Dezember 2008 ĂŒbergegeben wurden. Dies teilte die offizielle Seite des Aussenministeriums der PMR mit. Das moldauische Paket enthĂ€lt den Gesetzentwurf, der den Status Pridnestrowiens innerhalb der Republik Moldau bestimmt, sowie einen Entwurf der gemeinsamen ErklĂ€rung. Die pridnestrowische Seite verwies darauf, dass die Republik Moldau die aktuellen Realien und den Willen des pridnestrowischen Volkes nicht berĂŒcksichtig, den es im Referendum 2006 zum Ausdruck gebracht hat. DarĂŒber hinaus ist der von der moldauische Seite vorgeschlagene Gesetzentwurf nicht das Dokument, das fĂŒr zwei gleichberechtigte Konfliktseiten verbindlich wĂ€re. Was das Projekt der gemeinsamen ErklĂ€rung anbetrifft, so ist diese Art des Dokuments im Grunde genommen keine Alternative fĂŒr internationale Abkommen, die den Konflikt zwischen der Republik Moldau und PMR beilegen wĂŒrde, wurde im Aussenamt der PMR betont. Daher ist die pridnestrowische Seite der Meinung, dass diese Papiere keine Grundlage fĂŒr einen ergebnisreichen politischen Dialog bilden können. Die pridnestrowische Seite hĂ€lt sie nur fĂŒr einen Diskussionsgegenstand innerhalb irgendwelcher Formate. Die pridnestrowische Seite bestĂ€tigte ihre Bereitschaft fĂŒr die Feststellung und fĂŒr den Ausbau der gutnachbarlichen Beziehungen mit der Republik Moldau auf der Grundlage der Gleichberechtigung, des gegenseitigen Respekts, der Nichtverwendung der Gewalt und der Gewaltdrohungen. Sie rief die Republik Moldau auf, einseitige Schritte und Druckmassnahmen zu vermeiden, um ein zuverlĂ€ssiges System der internationalen Garantien auszuarbeiten, wo auch die internationalen Vermittler und Garanten innerhalb der anerkannten Formate der Beilegung und/oder Konsultationen teilnehmen mĂŒssen. Die pridnestrowische Seite informierte die BĂŒrgschaftslĂ€nder Russland und die Ukraine, den Vermittler die OSZE und Beobachter der EU und der USA im StĂ€ndigen Rat fĂŒr politische Angelegenheiten ĂŒber ihre Stellungnahme zu den moldauischen VorschlĂ€gen.
***2***
Der Stellvertretende Aussenminister der PMR Aleksandr Maljartschuk fĂŒhrte ein Briefing mit den Vertretern der pridnestrowischen und auslĂ€ndischen Massenmedien am Montag in Tiraspol durch. Er informierte die Journalisten darĂŒber, dass die pridnestrowische Seite am 16. Februar die Antwort auf die VorschlĂ€ge Chisinaus bezĂŒglich der politischen Beilegung am Dnjestr gegeben hat. Aleksandr Maljartschuk erlĂ€uterte die offizielle Position Pridnestrowiens, die darin besteht, dass die Chisinauer Papiere keine Grundlage fĂŒr einen ergebnisreichen politischen Dialog bilden können und von der pridnestrowische Seite nur als Diskussionsgegenstand innerhalb irgendwelcher Formate betrachtet werden. Die Fragen der Journalisten beantwortend merkte der Stellvertretende Aussenminister der PMR an, Tiraspol ist nach wie vor bereit, mit Chisinau Kontakte zu haben, wenn die Prinzipien der Gleichberechtigung , des gegenseitigen Respekts und des Gewaltverzichts eingehalten werden. Eine der wichtigsten Richtungen ist fĂŒr Pridnestrowien die Arbeit im Rahmen der Expertengruppen der Seiten. Der Stellvertretende Aussenminister teilte mit, im jĂŒngsten Monat fanden einige Treffen der pridnestrowischen und der moldauischen Experten statt. Sie bestimmten die ersten Schritte in der Arbeit, mit der die Probleme gelöst werden sollen, auf die die Menschen in zwei Staaten wegen der politischen Nichtbeilegung am Dnjestr stossen mĂŒssen. Aleksandr Maljartschuk Ă€usserte die Hoffnung auf eine aktive Zusammenarbeit mit den Vertretern der BĂŒrgschaftslĂ€nder und Vermittler, deren Initiativen die Aktivierung des Dialogs fördern können. DarĂŒber hinaus gibt es laut Minister die Projekte, die von den Seiten in den Verhandlungen auf der höchsten Ebene besprochen werden. Derzeit hĂ€ngt das Verhalten Chisinaus von den kĂŒnftigen Parlamentswahlen ab, die in Moldau starteten, denn die reale Politik ersetzt jetzt PR-Aktionen. Unter diesen Bedingungen ist es kaum damit zu rechnen, dass seriöse Fortschritte in den nĂ€chsten Monaten erfolgen können, meinte der Stellvertretende Aussenminister. Nach den moldauischen Parlamentswahlen werden wir sehen, ob die neue FĂŒhrung in Chisinau bereit sein wird, eine ergebnisreiche Arbeit weiterzufĂŒhren, sagte Aleksandr Maljartschuk.
***3***
Zu anderen Nachrichten. Am 14. Februar fand in Tiraspol die turnusmĂ€ssige grosse Versammlung der Schwarzmeerkosakentruppe statt. Da gab es die Kosaken aus der ganzen Republik. An der grossen Kosakenversammlung nahmen unter anderen der PrĂ€sident Igor Smirnow, der Verteidigungsminister Stanislaw Chascheew, der stellvertretende Staatssicherheitsminister, die Chefs der Tiraspoler und der Benderyer Staatsadministrationen sowie ein Gast aus Russland, der Oberchef des russischen Kosakenvereins Pawel Sadoroschnij teil. Der Chef der pridnestrowischen Kosaken Wladimir Rjabinskij hielt zu Ergebnissen der innerhalb von drei Jahren gemachten Arbeit einen Beitrag. WĂ€hrend dieser Zeit fĂŒhrten wir 30 Sitzungen der Chefs der Schwarzmeerkosakentruppe durch. Wir erörterten nicht nur die Probleme der LebensaktivitĂ€ten der Kosakengemeinden, sondern auch aktuelle Probleme, die die Lage in unserer Republik beeinflussen. Zum Beispiel haben wir mehrmals die Lage besprochen, die sich infolge der neuen Zollregeln bildete, die von der Ukraine eingefĂŒhrt wurden. Bekanntlich bedeuten diese Regeln eine wirtschaftliche Blockade gegen Pridnestrowien. Mit KosakenverbĂ€nden Russland und Saporoschje schlossen wir noch frĂŒher die VertrĂ€ge ĂŒber Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe ab. Wir erörterten mit ihnen die Möglichkeit, die Grenzen der Republik zu deblockieren, sagte Wladimir Rjabinskij. Laut dem Oberchef der Kosaken standen die Fragen der Erziehung und Bildung der Kosakenjugend, die Schaffung und Arbeit der Kadettenklassen und kirchlichen Schulen sowie die DurchfĂŒhrung der MilitĂ€r- und Sportwettbewerbe unter den jungen Kosaken immer im Mittelpunkt. Der KosakenanfĂŒhrer meinte, derzeit sollte das staatliche Programm der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwarzmeerkosakentruppe ausgearbeitet werden, das bis 2016 funktionieren soll. Der PrĂ€sident Igor Smirnow bewertete die TĂ€tigkeiten der Kosaken folgenderweise: Heute versucht man uns viele aufzudrĂ€ngen. Es wird versucht, uns zu ĂŒberzeugen, dass die russischen Truppen aus Pridnestrowien abgezogen werden sollen. Aber wir keinem erlauben, uns gegen Russland und die Ukraine zu instrumentalisieren. Vor kurzem bin ich mit den Aussenministern dieser LĂ€nder Sergej Lawrow und Wladimir Ogryzko zusammengetroffen. Die Stellungnahme Russlands bleibt unverĂ€ndert: Sie unterstĂŒtzt jene Entscheidung, die die moldauische und die pridnestrowische Seite unter den Bedingungen des gleichberechtigten Dialogs treffen werden. Wir ĂŒbergaben Chisinau unsere VorschlĂ€ge, vorerst haben wir keine Antwort. Es ist gut, dass mindestens die Expertengruppen die Arbeit in verschiedenen Richtungen wiederaufnahmen, sagte der PrĂ€sident. Zum Abschluss dankte Igor Smirnow den Kosaken fĂŒr den Dienst und verwies darauf, dass es notwendig ist, auf der legislativen Ebene die Arbeit der Kosaken zu unterstĂŒtzen. Die zweite Frage der Versammlungsagenda waren die Neuwahlen des Kosakenchefs. Alle Kosakenorganisationen schlugen vor, Wladimir Rjabinskij noch einmal zu wĂ€hlen. Dies wurde auch vom PrĂ€sidenten unterstĂŒtzt. Nach der Abstimmung wurde einstimmig beschlossen Wladimir Rjabinskij in seinem Amt wieder einmal zu belassen.
***4***
Am 15. Februar ist der Chef unseres Staates mit dem Chef des Kosakenvereins Russlands Pawel Sadoroschnij zusammengekommen. Am GesprĂ€ch nahm unter anderem der Vize-PrĂ€sident der PMR Alexander Koroljow und die FĂŒhrung der pridnestrowischen Schwarzmeerkosakentruppe teil. Die Schwarzmeerkosakentruppe sind ein Bestandteil des russischen Kosakenvereins. Wir haben seit langem enge Kontakte mit pridnestrowischen Kosaken. Das waren wir, die geholfen haben, hier das Kosakentum wiederzubeleben. Wir vergessen Pridnestrowien nie und leben mit ihm ein gemeinsames Leben. Wo immer sich ein Kosak befindet, ist er immer ein Kosak, sagte Pawel Sadoroschnij. WĂ€hrend des Treffens mit dem PrĂ€sidenten erörterten die Kosaken eine ganze Reihe von Fragen, die mit dem Dienst der Schwarzmeerkosakentruppe, mit der wirtschaftlichen Basis sowie mit Aussichten der Entwicklung des Kosakentums und der Erziehung der jungen Generation im Zusammenhang standen.
***5***
Am 15. Februar sind 20 Jahre vergangen, als die Sowjettruppen Afghanistan verlassen hatten. Seit Dezember 1979 sind in Afghanistan 14.000 Sowjetsoldaten ums Leben gekommen, Dutzende von Tausend wurden verletzt. Zum Andenken an die Helden jenes Krieges fand an der Tiraspoler GedenkstĂ€tte eine Kundgebung statt, an dem der Staatschef Igor Smirnow, die Minister, die Abgeordneten des Obersten Rates, öffentliche Organisationen der PMR, Verwandte und NĂ€chste der gefallenen Soldaten teilnahmen. Die Kundgebung eröffnend erinnerte der Staatschef, in Afghanistan kĂ€mpften etwa 2.000 Soldaten aus Pridnestrowien. Der PrĂ€sident merkte an, als der Krieg in unserem Land ausbrach, waren die Veteranen des afghanischen Krieges die Ersten, die die PMR schĂŒtzten. Ein ewiges Gedenken wĂŒnsche ich ihnen. Unser Volk verbeugt sich tief vor ihnen. Unser Patriotismus ist durch Zeit bewĂ€hrt. Derzeit vereint die pridnestrowische Assoziation der Veteranen des afghanischen Krieges acht Stadt- und Bezirksorganisationen. Der Assoziationschef Michail Katkow sagte in der Kundgebung, der Krieg endete, aber die KĂ€mpfer des afghanischen Krieges bleiben weiterhin in der Avantgarde. Jetzt haben wir ein gemeinsames und grosses Ziel â der Kampf fĂŒr die Anerkennung unserer Republik, betonte er. Michail Katkow dankte der FĂŒhrung der Republik fĂŒr die UnterstĂŒtzung und das VerstĂ€ndnis der Ziele und Aufgaben der Assoziation. Er wies auf eine Reihe der Fragen hin, die man gemeinsam lösen sollte. Unter anderem betrifft es das Wohnungsproblem und medizinische Rehabilitation der KĂ€mpfer des afghanischen Krieges.
***6***
Und die letzte Nachricht unserer heutigen Sendung. Die Wahl des neuen Patriarchen von Moskau und ganz Russland wird zu keinen BelegschaftsĂ€nderungen im Tiraspoler und Dubossaryer Bistum fĂŒhren. Dies sagte der SekretĂ€r des Bistums, Regelpriester Nikodim, im Ersten Republikanischen TV im Programm Vertikal. Der Mönchpriester Nikodim wies auf die grossartigen Verdienste des Patriarchen Alexii des Zweiten bei der Wiedergeburt der russischen Orthodoxen Kirche hin. Vor ihm standen die Probleme, die es niemals in der Geschichte der russischen Orthodoxen Kirche gegeben hat. Dies war ein Wendepunkt, als die Kirche sich von den Fesseln des atheistischen Staates befreite. Der Patriarch Alexii der Zweite war ein subtiler Politiker und Diplomat, der fĂ€hig war, die Orthodoxe Kirche durch alle öffentlichen Krisen zu fĂŒhren, betonte der Regelpriester. Eine der Haupterrungenschaften war nach der Meinung des Regelpriesters Nikodim der Erhalt der kirchlichen Einigkeit in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Laut ihm hĂ€tte die geteilte Kirche nicht das erreichen können, was sei heute erzielt hat. Der SekretĂ€r des Tiraspoler und Dubossaryer Bistums ist der Meinung, dass die russische Orthodoxe Kirche zwei Aufgaben zu lösen hat: sie sollte das aufrechterhalten, was unter dem Vorsitz des Alexii des Zweiten getan wurde und aktiver mit der Gesellschaft zu arbeiten. Man sollte der Ă€usserlichen und öffentlichen Mission der Kirche mehr Aufmerksamkeit schenken, meint der Regelpriester Nikodim. Seiner Meinung nach wird sich die Politik des Patriarchen Kyrill von der Politik seines VorgĂ€ngers unterscheiden. Jeder Erzbischof hat seine Sicht der Dinge. Kyrill und Alexii der Zweite sind doch ziemlich unterschiedliche Personen. Kyrill wurde wesentlich dadurch geprĂ€gt, dass er eine lange Zeit die Abteilung der Aussenbeziehungen der Kirche leitete und aktive PfarreraktivitĂ€ten betrieb, auch im Ausland. Mit seinem Eintritt zum Patriarchenamt wird sich die Politik der russischen Orthodoxen Kirchen nicht im Grunde Ă€ndern, aber es werden neuen Formen der Politik und der orthodoxen Predigt entstehen, sagte der Regelpreister Nikodim. Laut ihm wird die russische Orthodoxe Kirche unter dem Vorsitz des Patriarchen Kyrill seine prinzipielle Stellungnahme zu den versuchen der rumĂ€nischen Orthodoxen Kirche bestĂ€tigen, ihren Einfluss in Moldau und Pridnestrowien geltend zu machen. 2007 stiftete die rumĂ€nische Orthodoxe Kirche im bestand der bessarabischen Kirche einige Bistume, unter anderen das sogenannte Dubossaryer Bistum. Dieses Bistum fiel mit dem Territorium Pridnestrowiens zusammen, erinnerte Regelpriester Nikodim. Er merkte an, die Schaffung der rumĂ€nischen Bistume auf dem Territorium der russischen Orthodoxen Kirche steht im Gegensatz zu den Vorschriften. Der SekretĂ€r des Tiraspoler und Dubossaryer Bistums sagte, die Geistlichen haben aber ihre Treue fĂŒr die russische Orthodoxe Kirche bestĂ€tigt. In Moldau fasste die bessarabische Kirche Fuss, bei uns aber nicht, betonte der Regelpriester Nikodim.
Radio PMR-Archiv: Die Nachrichten fĂŒr 16. Februar 2009
- Smirnow auf Arbeitsbesuch in Moskau
- Moskauer Pressekonferenz Smirnows
- Erstes pridnestrowisches Investitionsforum
- Geplantes Fotobuch zu 20 Jahre PMR
- Neues Veteranen-Magazin “Kampfbruderschaft”
- Feierlichkeiten zu 20 Jahre Afghanistan-Krieg
***1***
Der PrĂ€sident der PMR Igor Smirnow ist derzeit in Moskau zu Arbeitsbesuch. In Moskau will er mit der FĂŒhrung der Russischen Föderation zusammentreffen. Am 12. Februar fand das Treffen des PrĂ€sidenten der PMR Igor Smirnow mit dem Aussenminister Russlands Sergej Lawrow im russischen Aussenamt statt. Wie das Amt fĂŒr Informationen und Druck des russischen Aussenamts mitteilte, hat die russische Seite wieder einmal bestĂ€tigt, dass alle VermittlerbemĂŒhungen, die von Russland als eines BĂŒrgschaftslandes unternommen werden, auf den Grundlagen des Völkerrechtes und OSZE-Prinzipien fĂŒr die Beilegung der regionalen Konflikte basieren. Den realen Ausgang aus der heutigen Verhandlungssackgasse Chisinaus und Tiraspols sollte man in der Anerkennung der Gleichberechtigung der Seiten und in der Ausarbeitung eines lebensfĂ€higen Beilegungsmodells sowie in der nachhaltigen Zusammenarbeit in Interessen der Menschen der beiden Dnjestr-Ufer suchen. Der Verzicht auf die einseitigen Entscheidungen und auf jeden Druck soll die Wiederherstellung des Vertrauens in der Region fördern. Es sollte praktische Schritte unternommen werden, um alle strittigen Fragen ausschliesslich durch friedliche, politische Mittel zu lösen. Die pridnestrowische Seite informierte das russische Aussenamt ĂŒber ihre Bewertungen der jĂŒngsten Kontakte mit der FĂŒhrung der Republik Moldau und ĂŒber die ersten Resultate der Treffen der moldauisch-pridnestrowischen Expertengruppen fĂŒr die Ausarbeitung der vertrauensbildenden Massnahmen im sozial-wirtschaftlichen Bereich. Im Laufe des GesprĂ€chs wurden unter anderem praktische Fragen der Zusammenarbeit und die Erweisung einer humanitĂ€ren Hilfe fĂŒr Pridnestrowien erörtert.
***2***
Am 12. Februar fand in Moskau die Pressekonferenz des PrĂ€sidenten der PMR statt. Igor Smirnow kĂŒndigte an, Pridnestrowien ist fĂŒr die Verhandlungen mit der moldauischen Seite bezĂŒglich der Beilegung des Konflikts bereit. Wir sind fĂŒr die Verhandlungen auf dem Territorium der PMR bereit, sagte der Staatschef. Er erinnerte, dass die Vertreter der moldauischen Seite versprochen haben, die Verhandlungen im MĂ€rz dieses Jahres durchzufĂŒhren. Die Fragen der Journalisten beantwortend merkte Igor Smirnow an, die Bewohner Pridnestrowiens haben nicht vor, an den Parlamentswahlen in Moldau teilzunehmen, die im April dieses Jahres stattfinden. Die Wahlkommission Moldaus wandte sich nicht an uns bezĂŒglich der DurchfĂŒhrung der Wahlen, fĂŒgte der PrĂ€sident hinzu. DarĂŒber hinaus hat Igor Smirnow erinnert, wenn in Russland die Wahlen stattfinden, dann nehmen die Bewohner Pridnestrowiens an den Wahlen aktiv teil, denn die russische ZWK alle notwendigen Unterlagen in die pridnestrowische ZWK im voraus einreicht. Laut Igor Smirnow haben 120.000 Menschen in Pridnestrowien die PĂ€sse der Russischen Föderation, mehrere Tausend warten auf den Erhalt ihrer russischen PĂ€sse. In Pridnestrowien leben insgesamt 550.000 Menschen.
Die PMR beendete das vergangene Jahr mit guten Indikatoren und ist fĂŒr die Schwierigkeiten bereit, die wegen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise entstehen. Dies sagte der PrĂ€sident Pridnestrowiens Igor Smirnow in seiner Pressekonferenz in Moskau. Wir haben das vergangene Jahr sowohl in der Industrie als auch in der Landwirtschaft nicht schlecht abgeschlossen, sagte der PrĂ€sident. Es gab natĂŒrlich Schwierigkeiten, die wie ĂŒberwunden haben. 2008 schĂŒtzen wir unser Land vor Ăberschwemmung, die die HĂ€user und DĂ€mme zerstörte. Es entstanden die Probleme mit dem Absatz von Getreide, weil wir eine Rekordernte eingebracht haben. Aber wir konnten diese Probleme lösen und benutzten das Getreide fĂŒr die Viehzucht in der Republik. Der Haushaltsplan fĂŒr 2009 wurde mit Komplikationen verabschiedet, denn es brach die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise aus. Der Haushaltsplan enthĂ€lt die Kompensationen fĂŒr mögliche Verlust â es sind sowohl die Betriebskredite, als auch die Kredite fĂŒr die Bezahlung der Renten und die Umsetzung der Bildungs- und Sportprogramme. Der Januar zeigte, dass alle unsere Berechnungen korrekt waren â alle sozialen Auszahlungen werden rechtzeitig und im ganzen Volumen entrichtet, wir nahmen mehr Steuern, als im analogen Zeitraum des Vorjahres ein, merkte Igor Smirnow an. Der PrĂ€sident der PMR Ă€usserte die Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit Pridnestrowiens mit Russland und betonte, in Russland hat man immer die Probleme Pridnestrowiens verstanden. Er dankte den russischen Behörden fĂŒr die geleistete humanitĂ€re und finanzielle Hilfe.
***3***
Die Industriehandelskammer (IHK) der PMR war der Veranstalter des ersten pridnestrowischen Investitionsforums. Das Ziel war es, die zusĂ€tzlichen Finanzmittel in die Republik heranzulocken. In einer Sitzung des Vize-PrĂ€sidenten der PMR Alexander Koroljows mit dem Organisationskomitee des Forums wurde mitgeteilt, die Investoren können aus 50 Investitionsobjekten auswĂ€hlen. Die Ausarbeiter dieser Liste waren die IHK, die Ministerien und Ămter der Republik, staatliche Administrationen der StĂ€dte und Bezirke sowie die Unternehmen Pridnestrowiens. Die Investoren werden aus Russland, der Ukraine und Europa eingeladen werden, sagte der PrĂ€sident der IHK Wassilij Koschan. Er merkte an, die Investoren können unter anderen die pridnestrowischen Banken und Betriebe sein, die freie Ressourcen haben. Einer der Hauptaufgaben des Forums war nach der Meinung der Organisatoren die Umgestaltung der Wirtschaft des Landes und seine Orientierung auf internationale MĂ€rkte. Wir erwarten die Investitionen mehr als 18 Jahre lang, aber wenn man keine qualitativen Investitionsprojekte hat, dann können diese Erwartrungen ganz vergeblich sein, sagte der Vize-PrĂ€sident der IHK Pridnestrowiens Jurij Ganin. Weder die Ministerien noch die Chefs der Administrationen noch die meisten Unternehmen haben derzeit die Businessprojekte, die den internationalen Standards gerecht wĂ€ren. Das bezieht sich auf die Entwicklung der eigenen Produktion und auf das Schaffen neuer KapazitĂ€ten. Die Republik benötigt die Entwicklung des verarbeitenden Industriebereichs, des Kleinbusiness und des Tourismus. Die Vertreter des Organisationskomitees wollen die Investitionsprojektierung in der ganzen Wirtschaft Pridnestrowiens starten und erwarten, dass dieses Forum in jedem Jahr durchgefĂŒhrt werden wird.
***4***
Zu anderen Nachrichten. Die Mitglieder des Foto-Maler-Vereins Pridnestrowiens nahmen die Arbeit am Fotoalbum unter dem Titel âPridnestrowien â Die Geschichte in Bildernâ auf. Das Schaffen dieses Fotoalbums wird dem 20. Jahrestag des Bestehens der PMR gewidmet. Der Chef des Foto-Maler-Vereins Pridnestrowiens Aleksandr Palamar teilte mit, dies wird ein einmaliges Buch sein, das mehr als 100 seltene Fotos und andere Bilder enthalten wird, die die Momente aus der Geschichte unseres Landes darstellen wird. Er sagte, das Album wird Fotos mit Kommentaren enthalten. Es gibt schon die Materialien, die man auf 400 Seiten kaum platzieren kann. Der Foto-Maler-Verein Pridnestrowiens hofft, dass das Fotoalbum gut verbreitet wird und die Gelegenheit geben wird, die reiche Geschichte des pridnestrowischen Landes kennen zu lernen. Manchmal fĂ€llt es schwer die informelle und Ă€sthetische Bedeutung einer Aufnahme zu bewerten, erst einige Jahre spĂ€ter versteht man, dass man eine einmalige Aufnahme hat. Die Wiederherstellung eines Fotos nimmt sehr viel Zeit in Anspruch â von einer Woche bis einige Monate. Etwa 90 Tage lang dauerte die Wiederherstellung des einmaligen Fotos aus den zeit den BĂŒrgerkriegs. An einem der Fotos kann man auch den legendĂ€ren Wassilij Tschpajew sehen, berichtete Aleksandr Palamar. Der KĂŒnstlerverein der pridnestrowischen Fotomaler wurde im Januar 2006 geschaffen. Dort arbeiten 20 Personen. Die Hauptaufgaben des Vereins sind die Propaganda und Popularisierung der Fotokunst sowie der Schutz der Urheberrechte
***5***
In der pridnestrowischen Stadt Rybnitsa erschien die erste Ausgabe der monatlichen Zeitung der lokalen Veteranenorganisationen. Wie der Redakteur Aleksandr Nikitow mitteilte, wurde die erste Zeitungsausgabe dem Abzug der Sowjettruppen aus Afghanistan, der vor 20 Jahren erfolgte, gewidmet. Dieses Ereignis wird am 15. Februar gefeiert. Das zweite Fest ist der Tag des Vaterlandsverteidigers, das in Pridnestrowien jedes Jahr am 23. Februar begangen wird. Laut Aleksandr Nikitow wird sich die Zeitung mit solchen Themen beschĂ€ftigen wie etwa: die Entwicklung, Konsolidierung und Propaganda der Veteranenbewegung, der patriotischen Erziehung, Kooperation der öffentlichen Organisationen mit staatlichen Behörden, usw. Wir rechnen mit der UnterstĂŒtzung unserer Leserinnen und Leser, denn viele haben Fotos und Papiere ,die fĂŒr die StĂ€dter und Dorfleute nicht unwichtig sein könnten. Unsere Leserschaft kann ihre Erinnerungen an die Teilnahme an den Kriegskonflikten und am Dienst in diversen Gewaltbehörden mitteilen, sagte Aleksandr Nikitow. Die Redaktion ist davon ĂŒberzeugt, dass die Zeitung âKampfbruderschaftâ fĂŒr die Leserinnen und Leser aller Alterskategorien und sozialen Schichten interessant sein wird. Die Auflagenhöhe der Zeitung âKampfbruderschaftâ betrĂ€gt 900 StĂŒck. Die Zeitung ist kostenlos.
***6***
Kurz vor dem 20. Jahrestag des Abzugs der Sowjettruppen aus Afghanistan fand im Tiraspoler Vereinten Museum ein Musikabend statt, der dem Gedenken der in diesem Krieg gefallenen Menschen gewidmet wurde. WĂ€hrend des afghanischen Kriegs kamen 54 Pridnestrowier ums Leben, 14 von ihnen waren aus Tiraspol. Wie der Chef der Tiraspoler Organisation der Veteranen des Afghanischen Krieges Igor Buga sagte, kann man heute die verschiedenen Bewertungen der Teilnahme der UdSSR am Krieg hören. Wahrscheinlich verstanden nicht alle, warum man all das brauchte. Dennoch erfĂŒllten die sowjetischen KĂ€mpfer-Internationalisten ihre Pflicht gewissenhaft. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass fast alle Pridnestrowier, die in Afghanistan kĂ€mpften, die junge pridnestrowische Staatlichkeit wĂ€hrend des bewaffneten Angriffs der Republik Moldau gegen die PMR schĂŒtzten. Die ehemaligen KĂ€mpfer des afghanischen Krieges hatten viele Kriegserfahrungen und spielen deswegen eine wichtige Rolle beim Schutz der Republik. Laut dem Chef der pridnestrowischen Assoziation der Veteranen des afghanischen Krieges Michail Katkow arbeiten die KĂ€mpfer, die 1992 mit eigenem Blut das Recht auf das Leben im eigenen Land verfochten haben, weiterhin fĂŒr das Wohlergehen des pridnestrowischen Volkes. Viele ehemalige KĂ€mpfer haben derzeit Abgeordnetenmandate, viele arbeiten in SicherheitskrĂ€ften und leiten die öffentlichen Organisationen. Sie pflegen die Kontakte mit den KĂ€mpfern in Afghanistan, die sich ausserhalb Pridnestrowiens befinden. Obwohl die Stadt- und Bezirksorganisationen der Teilnehmer am afghanischen Krieg von guten Chefs angefĂŒhrt werden, fĂ€llt es manchmal schwer, Probleme mit der materiellen Versorgung zu lösen. Die wenigen Ressourcen des Staates ermöglichen es nicht, den BedĂŒrfnissen der Veteranen gerecht zu werden. Das bezieht sich auf die kostenlose Medizinversorgung, auf die Wohnungen und Jobs. Leider konnten sich nicht alle KĂ€mpfer Afghanistans im Alltagsleben finden, sagte Igor Buga. Nicht alle konnten die Erinnerungen verkraften, die stumpf werden ,aber niemals verschwinden. Noch heute lebt unter den KĂ€mpfern Afghanistans der Geist der Kampffreundschaft und Hilfsbereitschaft. Besonders wichtig sind fĂŒr die Herzen der KĂ€mpfer Afghanistans die wahren Lieder ĂŒber die Krieg, denn sie werden mit eigenen Erfahrungen geschrieben. Deswegen gefiel den KĂ€mpfern des afghanischen Krieges das Programm, denn es hatte ein hohes emotionales Niveau und die Lieder wurden sehr professionell gesungen.
Radio PMR-Archiv: Die Nachrichten fĂŒr 13. Februar 2009
- Treffen der OSZE-Delegation mit PMR-Parlamentssprecher
- PMR-Vize-PrÀsident gibt BBC-Interview
- Die Situation ĂŒber internationale Anerkennung von Dokumenten
- Neue GerĂ€te aus Schweden fĂŒr das Gehörlosenzentrum
***1***
Wie wir bereits berichtet haben, wurde Pridnestrowien am 11. Februar von der Delegation der OSZE-Parlamentsversammlung besucht. Im Tiraspoler Haus fĂŒr offizielle EmpfĂ€nge fand das Treffen der FĂŒhrung der PMR mit der Delegation der OSZE-Parlamentsversammlung statt. Die GĂ€ste aus Europa wollten sich einen Einblick in die Lage der PMR gewĂ€hren, deswegen interessierten sie sich fĂŒr sozial-wirtschaftliche Fragen und fĂŒr die Beilegung des moldauisch-pridnestrowischen Konflikts. Der Vize-PrĂ€sident Aleksandr Korolew teilte mit, unser Staat lebt 19 Jahre lang selbststĂ€ndig und verfĂŒgt ĂŒber ein grosses Wirtschaftspotenzial. In Pridnestrowien entwickeln sich Bildung und Kultur und es funktionieren drei Sprachen, es gibt auch eigene WĂ€hrung. In Bezug auf die Verhandlungen mit Moldau sagte Alexander Koroljow, diese werden bereits einige Jahre nicht gefĂŒhrt, weil die moldauische Seite die Verhandlungen verlassen hatte. DarĂŒber hinaus werden die frĂŒher unterzeichneten Papiere ĂŒber eine Zusammenarbeit zwischen Pridnestrowien und Moldau nicht eingehalten. Der Vize-PrĂ€sident betonte, die Verhandlungen sollten nicht fĂŒr die Verhandlungen selbst gefĂŒhrt werden, sondern dafĂŒr, um konkrete Lösungen zu finden, deren Umsetzung garantiert werden muss. Nichtsdestotrotz war die pridnestrowische Seite einverstanden, innerhalb der gemeinsamen Expertengruppen zu kooperieren, denn sie versteht, dass es notwendig ist, die nachbarlichen Beziehungen auszubauen. Der Leiter der europĂ€ischen Delegation, der Chef der OSZE-Parlamentsversammlung Tschoao Soaresch zeigte sich mit den Resultaten des Treffens zufrieden und merkte an, in jeder Situation sollte man auch nach positiven Seiten suchen. Am selben Tag kamen die Vertreter der OSZE-Parlamentsversammlung auf OSZE-Initiative mit dem Vorsitzenden des Obersten Rates der PMR Ewgeni Schewtuschuk im Parlamentsbriefingssaal zusammen. Die GĂ€ste interessierten sich fĂŒr interparlamentarische Beziehungen, die Gesetze im Bereich der Menschenrechte und Bewegungsfreiheit der Menschen. Ewgeni Schewtuschuk beantwortete diese Fragen und bestĂ€tigte, der Oberste Rat der PMR ist an dem Ausbau des interparlamentarischen Dialogs interessiert, denn es die wichtigste Institution der Kooperation. Der Sprecher informierte die Delegationsmitglieder ĂŒber den Zustand der pridnestrowischen Gesetzgebung im Bereich der Menschenrechte sowie ĂŒber die Arbeit des BevollmĂ€chtigten fĂŒr Menschenrechte in der PMR. WĂ€hrend des Treffens betonte Ewgeni Schewtuschuk, angesichts der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise verschĂ€rft sich die InstabilitĂ€t der pridnestrowischen Wirtschaft durch die Handlungen der Zollbehörde der Republik Moldau, die die aussenwirtschaftlichen AktivitĂ€ten der pridnestrowischen Unternehmen wesentlich einschrĂ€nkt.
***2***
Am 11. Februar traf der Vize-PrĂ€sident der PMR Aleksandr Korolew mit den Journalisten der russischen BBC-Abteilung zusammen und gab ihnen ein Interview. Die Journalisten stellten dem Vize-PrĂ€sidenten die erste Frage âWas bedeutet es, ein Pridnestrowier zu seinâ und liessen wissen, wofĂŒr sie sich am meisten interessieren. Aleksandr Korolew sagte folgendes: Im Laufe der 18 Jahre bildete sich durch Blockaden und Druck das neue Volk heraus. Wir sind ethnische Russen, Ukrainer und Moldauer. Aber im Grunde genommen sind wir ein anderes Volk mit unserer Kultur, einer nicht grossen und tragischen Geschichte, die mit Blut und Widerstand verbunden ist. DarĂŒber hinaus sind wir das einzige Land, wo die moldauische Sprache geblieben ist. Es gibt nirgendwo Moldauisch. Ausserdem haben nur wir im postsowjetischen Raum die Volksreferenden abgehalten, es wurden mehr als sieben Volksabstimmungen durchgefĂŒhrt, sagte Aleksandr Korolew. Die BBC-Journalisten Anastasija Uspenskaja und Mark Grigorjan sprachen die weiteren Beziehungen mit Russland im Zusammenhang mit der Anerkennung von SĂŒdossetien und Abchasien an. Die Journalisten interessierten sich, ob Pridnestrowien auch eine Anerkennung erhofft. Aleksandr Korolew betonte, jeder Staat soll seine pragmatische Politik haben und wir haben nicht das Recht, im Namen Russlands zu reden. Unser Volk Ă€usserte seinen Willen im September-Referendum 2006: UnabhĂ€ngigkeit und die Entwicklung zusammen mit Russland. Leider entscheiden nicht wir, wie es weitergehen wird, merkte der Vize-PrĂ€sident an. In Bezug auf die Wiederaufnahme der Verhandlungen Ă€usserten die Journalisten ihre Meinung, dass es sich vielleicht lohnt, zu warten, bis Moldau der EU anschliesst und danach darĂŒber nachzudenken, inwiefern wichtig die UnabhĂ€ngigkeit fĂŒr Pridnestrowien ist. Wahrscheinlich wĂ€re es besser, dass Pridnestrowien gemeinsam mit Moldau der EU beitreten wĂŒrde. Aleksandr Korolew fĂŒhrte ein Beispiel aus Geschichte an und unterstrich, das Schliessen oder das Aufmachen der Grenzen ist keine Lösung des Problems. âErinnert euch an das jĂŒdische Volk, das 2000 Jahre seine Kultur, Religion und Beziehungen pflegte, ohne sein Territorium zu haben. Das gibt nicht der Herr Gott, sondern das Volk selbst bilde sich heraus oder zerfĂ€llt. Wenn das Volk seine Traditionen nicht kennt, dann hat es keine Zukunft. Das jĂŒdische Volk konnte in jedem Teil der Welt ĂŒberleben und blieb dabei ein Volk, weil es seine Traditionen, Sprache und Religion aufrechterhalten hat. Die Selbstidentifizierung der Gesellschaft ist mit der tausendjĂ€hrigen Kultur der Menschen verbunden, die dort oder da leben. Und manchmal standen die Traditionen höher als Gesetze. Es gibt nur eine Variante: Die Menschen leben entweder nach dem Familienprinzip, wo der Staat der Vater ist und seine Einwohner eine Familie sind, oder nach dem westlichen Prinzip, wo man ein Individuum ist, das nur fĂŒr sich selbst lebt, unabhĂ€ngig davon, wo man sich befindet. Die Hauptsache ist die, dass man seine Rechte respektiert. Das Individuum und die Familie sind zwei verschiedene Dinge. Es ist kaum möglich, innerhalb einer sehr kurzen Zeit diese unterschiedlichen Gesellschaftsbeziehungen zu vereinenâ, betonte der Vize-PrĂ€sident. Die GĂ€ste interessierten sich auch fĂŒr die Arbeit unserer Unternehmen und fĂŒr die ihnen angeblich gewĂ€hrten Vorrechte. Die Journalisten sahen an unseren Waren die Aufschrift Moldau-Pridnestrowien und hielten das fĂŒr einen vereinigenden Faktor. Alexander Koroljow hatte ein gewichtiges Argument dagegen: Dies ist eine kĂŒnstliche Vereinigung. Bis 2006 hatten unsere Unternehmen das Recht, eigene Zollstempel zu benutzen. Derzeit hat Moldau die Exporte aus unserer Republik verboten. Wir mĂŒssen die ganze Produktion zunĂ€chst nach Moldau senden, wo sie besteuert wird, wie es in der Zeit der mongolischen Goldenen Horde der Fall gewesen war. Wir verlieren 2,6 Millionen Dollar in jeden Jahr. Erst dann gelangt unsere Produktion auf die MĂ€rkte. Mark Grigorjan stellte die nĂ€chste Frage: âWelche Einkommen bekommen sie vom moldauischen Haushalt?â Aleksandr Korolew merkte an: wir sehen keine Hilfe, die uns internationale europĂ€ische Organisationen leisten, obwohl sie diese Hilfe fĂŒr Moldau und Pridnestrowien geben. Moldau nimmt uns alles. Die BBC-Journalisten interessierten sich dafĂŒr, wie lange Pridnestrowien warten kann, bis der moldauisch-pridnestrowische Konflikt beigelegt wird. Aleksandr Korolew antwortete, wir denken jetzt eher an die Kinder und Enkelkinder, die hier leben werden. Derzeit gibt es so wenig Boden, dass wenn der Gott ein StĂŒckchen Boden gegeben hat, dann sollte man dafĂŒr bis zum Ende kĂ€mpfen.
***3***
Zu anderen Nachrichten. In der jĂŒngsten Zeit verbesserte sich die Situation um die Anerkennung der Unterlagen, die von den pridnestrowischen Notaren beglaubigt werden. Dies sagte der Chef der Notarkammer der Republik Stanislaw Kolomiez in einer Sendung des Fernsehsenders TSW. Die Menschen kommen zu uns und wir stellen Zeugnisse aus, die in der Regel in der Ukraine und Russland sogar ausserhalb des GUS-Raums angenommen werden. Obwohl wir den Menschen immer sagen, dass einige Fragen und Probleme wegen des nicht-anerkannten Status Pridnestrowiens entstehen können, teilte der Chef der Notarkammer der PMR mit. Nichtsdestotrotz Ă€ndert sich die Lage zum Besseren, sogar einige Behörden der Republik Moldau nehmen die in der PMR ausgestellten Unterlagen auf und arbeiten damit. Derzeit arbeiten wir viel den Papieren, die mit den Autos verbunden sind, zum Beispiel wenn man mit einem Auto ins Ausland fahren will. Und keiner erhob dagegen bisher einen Einspruch, fĂŒgte Stanislaw Kolomiez hinzu. Nach der vorigen Urlaubssaison zu urteilen, gab es auch keine Probleme beim Passieren der ukrainischen Grenze, sagte er. Der Chef der Notarkammer merkte an, die pridnestrowischen Notare haften nicht fĂŒr jeden Zollangestellten oder Beamten eines anderen Staates, aber faktisch werden die Papiere und Vollmachten der PMR von den Vertretern andere Staaten anerkannt. Als Nachweis fĂŒhrte Stanislaw Kolomiez ein eigenes Beispiel an, als er wĂ€hrend seiner Reise nach Moskau problemlos ein Notaraktion machte, indem er den Dienstsiegel eines pridnestrowischen Notars benutzte.
***4***
Das Pridnestrowische Rehabilitationszentrum fĂŒr Gehör und Sprache bekam die neue schwedische AusrĂŒstung. In der modernen Zeit hĂ€ngt die Gesundheit der Menschen mit Gehör- und Sprachproblemen von neuen technischen Erfindungen ab. Besonders aktuell sind die modernen Technologien und Methoden bei der Rehabilitation der tauben Kinder. Mehr als elf Jahre lang erfolgt eine enge Zusammenarbeit der Spezialisten des in Tiraspol neulich geschaffenen Rehabilitationszentrums fĂŒr Gehör und Sprache mit schwedischen Kollegen. Laut der Chefin des Zentrums Walentina Wassiljewa war es Dank den kostenlosen AusrĂŒstungen aus Schweden gelungen, eine richtige Diagnose den Kindern zu stellen und das ist die Hauptsache in einem jungen Alter. Das wichtigste ist es nach der Meinung der Spezialisten, eine Diagnose rechtzeitig zu stellen. Danach arbeiten einige Fachleute mit den Kindern â es sind Surdologen, Psychologen, Defektologen und Spracherzieher. Die HNO-Ărztin und Surdologin des Rehabilitationszentrums fĂŒr Gehör und Sprache Tatjana Tschekan teilte im Interview fĂŒr Journalisten mit, da die Kinder sehr beweglich und dynamisch sind, fĂ€llt es manchmal schwer, ihr GehörfĂ€higkeit mit einem HörprĂŒfgerĂ€t zu testen. Mit Hilfe der neuen AusrĂŒstungen, die unsere schwedischen Kollegen geschenkt haben, kann man sogar das Gehör der Neugeborenen prĂŒfen. Es gibt so eine Kategorie der Kinder, bei denen nach der Untersuchung eine totale Gehörlosigkeit festgestellt wird und fĂŒr die die HörgerĂ€te vollkommen unnĂŒtzlich sind. Die Kinder, die mindestens eine kleine Möglichkeit fĂŒr die Genesung haben, bekommen die Hilfe in unserem Zentrum im ganzen Volumen. Derzeit gibt es in dieser echt einmaligen Einrichtung drei HörprĂŒfgerĂ€te, eines davon ist mobil, darĂŒber hinaus hat das Zentrum drei spezielle HörprĂŒfgerĂ€te. Es sind die modernsten multifunktionalen GerĂ€te fĂŒr eine objektive Untersuchung des Gehörs. Eines der GerĂ€te kostet 10.500 Euro. Als die Journalisten das Zentrum besuchten, kam zum Arzt ein kleiner Patient Erik mit seiner Mutter. Seinerzeit wurde er mit diesem kostspieliger HörprĂŒfgerĂ€t untersucht und die Ărzte stellten die Diagnose tiefe Störung der Tonwahrnehmung. Er wurde in einem der KrankenhĂ€user Kiews untersucht, wo in sein Ohr ein spezieller Sensor eingepflanzt wurde. Wie die Chefin des Zentrums Walentina Wasilewa gesagt hat, sei eine Rehabilitation nach so einer Operation noch mehr erforderlich, als vor der Einpflanzung. Da das Kind frĂŒher keinen Gehörsinn hatte, entsteht das BedĂŒrfnis, ihn zu entwickeln. In einer gewöhnlichen Schule ist es kaum möglich, deswegen wurde seinerzeit beschlossen, ein Reha-Zentrum fĂŒr Gehör und Sprache in der speziellen Korrektionsmittelschule fĂŒr taube Kinder zu schaffen. In der Regel nehmen wir die Kinder in unsere Schule auf, wenn sie drei Jahre alt sind. Aber in diesem Jahr haben wir zweijĂ€hrige Kinder aufgenommen, teilte die Chefin der Lehranstalt mit. Wir möchten, dass das Gesundheitsministerium der Republik ins staatliche Programm âGesundheitâ die Massnahmen fĂŒr Diagnose des Gehörs der Kinder in den KindergĂ€rten eintragen wĂŒrde. Dies wird ermöglichen, mit Behandlung frĂŒher zu beginnen. Derzeit lernen im Reha-Zentrum der Hauptstadt 35 Kinder, zehn von ihnen sind aus anderen StĂ€dten und Dörfern. Das Zentrum bekommt regelmĂ€ssige Hilfe von den schwedischen Kollegen. Dank den russischen Gemeinden Pridnestrowien und der Moskauer Regierung erhielt das Zentrum 240.000 russische Rubel. FĂŒr dieses Geld wurden HörprĂŒfgerĂ€te und Vibrationstische fĂŒr die kleinen tauben Kinder gekauft.
Die Nachrichten fĂŒr 11. Februar 2009
- Keine Inflation in der PMR
- Staatskredite fĂŒr Unternehmen
- Stadthaushalt fĂŒr Tiraspol
- Ausstellung im Vereinten Museum
- PMR-Maler in der Italienischen Akademie
- Puschkin’s Todestag
 ***1***
In Pridnestrowien wurde zum ersten mal innerhalb vieler Monate keine Inflation festgestellt. Laut Angaben des staatlichen Dienstes fĂŒr Statistiker habe sich der Indikator der Konsumpreise um 1 % verkleinert. Im Kommentar zu dieser Situation erzĂ€hlte die Wirtschaftsministerin Elena Tschernenko fĂŒr die Journalisten, dass das Tempo der Lebensverteuerung in der Republik langsamer wurde. Um die Inflation zu reduzieren und die Marktpreise zu stabilisieren, wurde der Erlass des PrĂ€sidenten der PMR eingefĂŒhrt, laut dem der Staat die Preise auf die wichtigsten Lebensmittel, unter anderem Milch, Fleisch sowie Medikamente reguliert, sagte sie. Im Januar gibt es fast keine Inflation, sie machte minus 0,9 Prozent, fast 1 % aus. Die Lebensmittelpreise blieben auf dem selben Niveau, die Kommunaltarife wurden nicht höher, die vorjĂ€hrigen Tarife werden bis zum April verlĂ€ngert. Deswegen gab es im Januar fast keine Inflation, merkte die Ministerin an. Laut ihr seien die Lebensmittelpreise, die Dienstleistungen und einige Industriewaren deswegen stabil, weil der Staat wegen der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise die Tarife fĂŒr die Zertifizierung und Standardisierung senkte. Bekanntlich tragen die Unternehmen auch diese Kosten in den Endpreis ein.
***2***
Im Wirtschaftsministerium der PMR wurde die erste Sitzung fĂŒr die Bewilligung der staatlichen Kredite fĂŒr die Fabriken und Werke abgehalten. Das Paket der jeweiligen Dokumente wurde bereits von zwölf Unternehmen vorbereitet, neun davon wurden schon von der zustĂ€ndigen Kommission betrachtet. Wegen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise verkĂŒrzen die pridnestrowischen Betriebe ihre Herstellung und können die Arbeitslöhne nicht rechtzeitig bezahlen. Der oberste Rat der PMR schlug vor, 114 Millionen Rubel bereitzustellen, damit die Unternehmen einen Kredit aufnehmen könnten, wenn sie Schwierigkeiten bei der Bezahlung der Steuern haben werden. wir helfen jenen Betrieben, die ihre Produktion exportieren und AbsatzmĂ€rkte verloren haben, oder wenn ihre GeschĂ€ftspartner derzeit keine Möglichkeit haben, fĂŒr die gelieferte Produktion zu zahlen. Diese Unternehmen bekommen einen Kredit unter 6 % pro Jahr, unterrichtete die Wirtschaftsministerin Elena Tschernenko. Sie unterstrich, die staatlichen Kredite werden den Betrieben helfen zu funktionieren und der Haushalt wird seinerseits die Mittel bekommen, um die Löhne, Renten und GeldzuschĂŒsse auszuzahlen. Einer der Betriebe, der einen Antrag auf den Kredit stellte, war die Schuhfabrik aus der Stadt Bendery Floare. Die Fabrik wird vom Staat 1,9 Millionen Rubel Kredit erhalten. Am Anfang des Jahres musste die Fabrik die Verringerung der Finanzindikatoren feststellen, weil es wenig auslĂ€ndische AuftrĂ€ge gegeben hatte. Die Hauptbuchhalterin Swetlana Schiwotoa sagte, der staatliche Kredit wird es ermöglichen, die Steuern und Arbeitslöhne rechtzeitig auszuzahlen sowie notwendige Stoffe zu kaufen.
***3***
Der Tiraspoler Stadtrat der Volksabgeordneten verabschiedete den Stadthaushalt 2009. Seine Einkommen werden nicht nur auf die sozial-geschĂŒtzten Artikel, sondern auch auf eine ganze Reihe der neuen Programme gerichtet werden. Die Einkommen der pridnestrowischen Hauptstadt betragen in diesem Jahr ĂŒber 220 Millionen Rubel, dieselbe Summe steht auch im Ausgabenabschnitt. Der stellvertretende Chef der Staatsadministration Iwan Wassiljew unterrichtete, fĂŒr die Ausarbeitung der Artikel hat man fast zwei Monate gebraucht. Im Rahmen des Haushalts haben wir den Stand der Dinge noch einmal beurteilt, starke und schwache Seiten verstanden sowie Ressourcen und Möglichkeiten erwogen, sagte er. Die Stadtkasse wird 150 Millionen Rubel fĂŒr die Löhne der Haushaltsarbeiterinnen und -arbeiter, fĂŒr die Versorgung der Schulen und KindergĂ€rten sowie fĂŒr andere soziale Artikel ausgeben. Der Rest wird in konkrete Richtungen gerichtet. Die PrioritĂ€t ist nach wie vor die Reparatur der mehrstöckigen HĂ€user, das bezieht sich auf die DĂ€cher und Kellerverkabelung. DafĂŒr werden fĂŒnf Millionen Rubel ausgegeben. Zwar wird es fĂŒr alle HĂ€user nicht ausreichen, aber die HĂ€user, die sich in der schlimmsten Lage befinden, werden repariert. Im Rahmen der Umgestaltung der Wohn- und Kommunalwirtschaft werden die Gemeinschaften der Wohnungsbesitzer unterstĂŒtzt. Die Stadt wird jenen Wohnungsbesitzern helfen, die beschlossen haben, die Verwaltung in eigene HĂ€nde zu ĂŒbernehmen. Auf Kosten der Stadtkasse wird eine Umwegstrasse und Regenfallkanalisation im Wohnviertel Sapadnii repariert. Die anderen Programme sehen die Verbesserung der Beleuchtung vor, dabei nicht nur im Zentrum der Stadt , sondern auch in den Höfen. Man wird auch mit der Reparatur der Elektroleitungen in den mehrstöckigen HĂ€usern beginnen, weil sie wegen der Ăberlastungen im Januar wĂ€hrend der Gaskrise beschĂ€digt wurden. Der Stadtrat plant unter anderem der Bevölkerung zu helfen, die Kommunaldienstleistungen zu bezahlen. Der Löwenteil der Personen, die derzeit VergĂŒnstigungen geniessen, sind Rentner, kinderreiche Familien und behinderte Menschen. Die Abgeordneten des HauptstĂ€dtischen Rates merkten an, laut neuen Vorschriften kann sich die Anzahl der BĂŒrgerkategorien, die ErmĂ€ssigungen haben, vergrössern. Der Chef des Stadtrates Aleksandr Tscherba sagte, die Gesetzgeber und Administration schlagen vor, die Regeln der Subventionen bereits im ersten Quartal 2009 auszuarbeiten, um die Kategorien der Personen zu definieren, die mehr als 24 % ihres Familienhaushalts fĂŒr die Bezahlung der Kommunaldienstleitungen ausgeben. An der Arbeit der Vollsitzung des HauptstĂ€dtischen Rates nahm der Parlamentssprecher der PMR Ewgenij Schewtschuk, der die Arbeit seiner Kollegen hoch einschĂ€tzte, denn sie arbeiten weiterhin unter sehr komplizierten Bedingungen PlĂ€ne fĂŒr die Entwicklung aus. Er schlug vor, die verschiedenen Koordinierungsverfahren zu vereinfachen, damit Tiraspol als die Hauptstadt Pridnestrowiens fĂŒr die Investitionen attraktiver wird. Schewtschuk erzĂ€hlte ĂŒber die Massnahmen, die der Staat ausarbeite, um den Einfluss der weltweiten Finanzkrise auf die Wirtschaft der PMR zu lindern. Im Obersten Rat werden derzeit andere Antikrisenprojekte erörtert. Der Parlamentsvorsitzende schlug dem Tiraspoler Stadtrat vor, seine VorschlĂ€ge vorzulegen. Die Hauptstadt hat das Potenzial, um mutige und aussichtsvolle Entscheidungen zu treffen, ist Ewgenij Schewtschuk ĂŒberzeugt.
***4***
Zu anderen Nachrichten. Im Tiraspoler Vereinten Museum wurde die internationale Ausstellung der Kunstwerke im Rahmen der internationalen Versammlung im Namen des Heiligen Andrej Rubljow eröffnet. Die Ausstellung findet unter der FĂŒhrung des PrĂ€sidenten und Aussenministeriums der PMR statt. An der Eröffnung nahmen die stellvertretenden Aussenminister Aleksandr Maljartschnuk und Sergej Simonenko teil. Die Ausstellung der Kunstwerke der pridnestrowischen Maler ist ein eigenartiges Ergebnis des kulturellen Austausches zwischen den pridnestrowischen und den russischen Malern. Im Juli des vorigen Jahres fand die Malerversammlung in Sankt-Petersburg zu Ehre des grossen russischen Ikonenmalers Andrej Rubljow statt. In der derzeitigen Ausstellung prĂ€sentierten die pridnestrowischen Maler ihre Werke, die sie nach ihrer Reise nach Russland geschaffen haben. Der Vize-PrĂ€sident der internationalen Assoziation der Kultur- und Kunstarbeiter Jurij Salko teilte mit, die Bilder vieler pridnestrowischer Maler wurden bemerkt und die Autoren wurden zu anderen Veranstaltungen eingeladen. Die EffektivitĂ€t der Veranstaltungen so eines Massstabs weisen auf die grossen Erfahrungen einer fruchtbaren Zusammenarbeit hin. Das ist noch eine Tatsache dafĂŒr, dass pridnestrowische KĂŒnstler effektiv und reif sind. âIn Pridnestrowien spĂŒrt man die Mitbeteiligung an der jahrhundertlangen Kulturtraditionen Russlands. Der Zerfall der UdSSR und danach folgende SozialerschĂŒtterungen brachen die Verbindung der Zeiten und Generationen nicht ab, im Gegenteil, wir begannen unsere geistige Gemeinsamkeit und die Einigkeit der lebendigen Kunstgestalten und Begriffe schĂ€rfer wahrzunehmen. DarĂŒber hinaus tragen das einmalige Kolorit unseres Landes, die hier lebenden Menschen sowie eine besondere AtmosphĂ€re der Gastfreundlichkeit und Friedfertigkeit, die in der Kunst der pridnestrowischen Maler Niederschlag findet, ein wichtiges Teilchen zum gesamten Strom der Vaterlandskultur beiâ, merkte Sergej Simonenko in seiner Ansprache an die Ausstellungsteilnehmerinnen und -teilnehmer an. Die Organisatoren Ă€usserten die Hoffnung darauf, dass solche Projekte in der Zukunft vielmals umgesetzt werden und dass sie die KĂŒnstlervereine aus verschiedenen LĂ€ndern festigen werden, denn es gibt keine Grenzen, die die Kunst und Geistigkeit trennen.
***5***
Der pridnestrowische Maler Jurij Salko wurde zum Mitglied des Senats der italienischen Akademie der Modernen Kunst. Er ist der einzige Vertreter der GUS-LĂ€nder, der diesen Titel bekommen hat. âNachdem ich am internationalen Wettbewerb Goldene Qualle teilgenommen habe, wo ich die silberne Medaille erhielt, wurde ich der italienischen Akademie der Modernen Kunst vorgestellt.â, erzĂ€hlte der Maler. Ich habe noch nicht begriffen, was mir der neue Titel gibt, aber die Tatsache selbst, dass die Kunst Pridnestrowiens in der internationalen Akademie der Modernen Kunst in Rom reprĂ€sentiert ist, ist sowohl fĂŒr den Maler als auch fĂŒr den Staat, den er vertritt, sehr wichtig. Jurij Salko meint, Dank diesem Ereignis werden die pridnestrowischen Maler mehr Informationen ĂŒber internationale Ausstellungen und einen offeneren Zugang nach Europa und in die Welt haben. Der Maler teilte mit, einige LĂ€nder laden die pridnestrowischen Maler als Vertreter eines unbekannten und exotischen Landes, aber nachdem die EuropĂ€er ihre Bilder kennen gelernt haben, schĂ€tzen sie ihre Meisterschaft hoch. Das Niveau der pridnestrowischen Kunst verdient die weiteren Einladungen, sagte Salko. Er erzĂ€hlte, derzeit findet in der polnischen Stadt Krakau eine internationale Ausstellung unter dem Namen Maler-Spiegel-SelbstportrĂ€t statt, wo geplant wurde, einen Vertrag ĂŒber die Kulturzusammenarbeit mit der einflussreichen internationalen Organisation âKunst ohne Grenzenâ zu schliessen. Diese Organisation hat sich fĂŒr pridnestrowische Maler interessiert. Wegen Probleme mit Finanzen gingen wir nicht nach Krakau und liessen der Ausstellung unsere Bilder zukommen, sagte Salko. Er fĂŒgte hinzu, eine der Errungenschaften der pridnestrowischen Maler war es auch, dass die internationale Malerversammlung unter dem Namen Kamart, die jedes in der pridnestrowischen Stadt Kamenka stattfindet, in die Liste der europĂ€ischen Projekte eingetragen wurde.
***6***
Und die letzte Nachricht unserer heutigen Sendung. Am 10. Februar wurde der Gedenktag des grossen russischen Dichters Aleksandr Sergeewitsch Puschkin gefeiert. An diesem Tag starb der russische Dichter im Jahre 1837 wegen einer Verletzung, die er zwei Tage zuvor wĂ€hrend eines Duells mit dem französischen Soldaten Dantes bekam, der damals in der russischen Armee MilitĂ€rdienste leistete. Am 8. Februar 1837 schossen die Gegner gegeneinander in einem Kieferwald am Schwarzen Fluss am Rande von Sankt-Petersburg. Sie Sekundanten machten einen kleinen Pfad im tiefen Schnee und vermassen zehn unheilbringende Schritte des Zweikampfs. Dies war eine der hĂ€rtesten Varianten der Duellvorschriften. Dantes schoss als erster, seine Kugel geriet in den bauch des Poeten. Der blutende Puschkin gab auf den knien seinen Schuss ab und verletzte einen Arm von Dantes leicht. Nach zwei Tagen ist Puschkin gestorben. Die Nachricht ĂŒber das Duell und den Tod von Puschkin sorgte fĂŒr eine starke Aufregung in Petersburg. Den Sarg des Poeten besuchen damals von 10-50.000 Menschen. Es gibt verschiedene Angaben diesbezĂŒglich. Dantes war vom Kriegsgericht verurteilt und aus Russland ausgewiesen. Aleksandr Sergeewitsch Puschkin wurde im Kloster Svjatogorskij im heutigen Pskower-Gebiet begraben. Jedes Jahr kommen viele Menschen am 10. Februar zum Haus am Fluss Moika in Petersburg, wo Puschkin lebte und wo er gestorben ist. In Moskau kommen die Menschen zum Denkmal des Poeten, das im Zentrum der Stadt auf dem Platz steht, der seinen Namen trĂ€gt. Die wichtigsten Feierlichkeiten anlĂ€sslich des Gedenktages von Alexander Puschkin finden am grab des Dichters im Kloster Svjatogorskij und in der Gotteserscheinungskathedrale Moskaus statt, wo der neugeborene Puschkin getauft wurde. Das Erbe Puschkins wird auch in Pridnestrowien mit Respekt behandelt. Puschkin besuchte Pridnestrowien etliche Male. Sein Interesse war auf die Geschichte des Nordkriegs zurĂŒckzufĂŒhren. Er interessierte sich fĂŒr das Leben des Karl des Zwölften und suchte das Grab des ukrainischen KosakenanfĂŒhrers Masepa. Puschkin sprach damals mit dem 135-jĂ€hrigen Kosaken aus der Stadt Bendery Nikolai Iskra und schrieb danach das Poem âPoltawaâ. WĂ€hrend seines Exils im SĂŒden besuchte der Poet seinen Lyzealfreund Dansas , der damals in der Benderyer Festung MilitĂ€rdienste leistete. SpĂ€ter war Dansas Puschkins Sekundant des tragischen Duells mit Dantes.
Die Nachrichten fĂŒr 5. Februar 2009
- Massnahmen zur Entwicklung einer Zivilgesellschaft
- Massnahmen zur Förderung der Wissenschaft
- Neue politische Diskussionsrunde
- Russisches Teleskop fĂŒr die PSU
- Grosser Aufsatzwettbewerb zum Jahr der Familie
- Eröffnung des Jahres der Familie
- 20 Jahre Volksensemble in Rybnitsa
***1***
Im Obersten Rat der PMR fand die Sitzung des Ausschusses fĂŒr Angelegenheiten der öffentlichen VerbĂ€nde, Jugendpolitik, Sport und Massenmedien statt. Im Laufe der Arbeitssitzung handelte es sich um eine neue Phase in der Entwicklung der Zivilgesellschaft in unserer Republik. Die Abgeordneten erörterten in erster Lesung den Entwurf der VerĂ€nderungen zum Gesetz der PMR âĂber öffentliche VerbĂ€nde.â Der Autor der gesetzgebenden Initiative war der Abgeordnete des Obersten Rates der PMR Anatolij Dirun. Er schlĂ€gt vor, die Normen zu verankern, die den öffentlichen VerbĂ€nden ermöglichen, an der Ausarbeitung der Entscheidungen der Staatsbehörden und der lokalen Behörden der Selbstverwaltung teilzunehmen. Ein Dialog zwischen den VerbĂ€nden und Machtorganen ist ein unabdingbarer Teil einer gesunden Zivilgesellschaft. Die Teilnahme der Ăffentlichkeit ist bei der Erörterung der Probleme wichtig, die im Gesundheits-, Umweltschutz-, Bildungs- und Kulturbereich entstehen, weil die Kooperation dazu beitrĂ€gt, dass die besseren Entscheidungen getroffen werden. Ein unabdingbarer Bestandteil in der Entwicklung der Zivilgesellschaft ist unter anderem die Vervollkommnung der öffentlichen Kontrolle ĂŒber die AktivitĂ€ten der Staatsbehörden. Zu diesem Zweck wird eine ErgĂ€nzung ins Gesetz der PMR ĂŒber öffentliche VerbĂ€nde eingetragen werden. Laut dieser ErgĂ€nzung behĂ€lt sich ein öffentlicher Verband das Recht vor, die AktivitĂ€ten der Staatsbehörden und der lokalen Behörden der Selbstverwaltung zu kontrollieren. Die Form so einer öffentlichen Kontrolle kann folgenderweise aussehen: es kann eine Anfrage bezĂŒglich der AktivitĂ€ten der Staatsbehörden und der lokalen Behörden der Selbstverwaltung sein. Die Ausnahme sind die AktivitĂ€ten, die ein Staatsgeheimnis darstellen und anderes. In welcher Form dies umgesetzt werden wird, erklĂ€ren die Abgeordneten in zweiten Lesung. der zustĂ€ndige Ausschuss empfahl diesen Gesetzentwurf unter BerĂŒcksichtigung der Anmerkungen und VorschlĂ€ge zu verabschieden.
***2***
Kurz vor dem Tag der Wissenschaft fand im Obersten Rat der PMR ein Briefing und die PrĂ€sentation des Magazins âDas Kulturerbeâ statt. Der Tag der Wissenschaft wird in unserer Republik am 8. Februar gefeiert. Am Briefing nahmen die Abgeordneten, junge Gelehrte, Aspiranten und Doktoranden teil. Das Ziel des Zusammenkommens war die Ausarbeitung der Wege und Methoden der gesetzgebenden Begleitung der Wissenschaftsentwicklung und der UnterstĂŒtzung der jungen Gelehrten in der PMR unter den neuen sozialwirtschaftlichen Bedingungen. Wir besprachen die aktuellen Probleme. Vor allem die Anregung der jungen Gelehrten und die finanzielle Versorgung der Wissenschaft im ganzen. Leider mĂŒssen wir feststellen, dass die Finanzmittel, die vom republikanischen Haushalt jedes Jahr bewilligt werden, nicht ausreichen, um die Wissenschaft in Pridnestrowien zu entwickeln. Zugleich vergrössern sich aber die Finanzmittel fĂŒr die UnterstĂŒtzung der fundamentalen und angewandten Wissenschaft, sagte der Stellvertretende des Obersten Rates Anatolij Kaminskij. Es wurden unter anderen das Problem der Entwicklung der Wissenschaft in der PMR und die Perspektiven der UnterstĂŒtzung der Gelehrten sowie der innovativen AktivitĂ€ten in der Republik erörtert. Eine grosse Aufmerksamkeit wurde der Definierung der PrioritĂ€tsrichtungen der Vervollkommnung der Wirtschaftsbereiche auf der wissenschaftlichen Grundlage sowie den Besonderheiten bei der BeschĂ€ftigung der Gelehrten unter den Gebildeten Wirtschaftsbedingungen geschenkt. Nach dem Treffen fand die PrĂ€sentation des Journals âDas Kulturerbeâ statt. Das kulturologische Jahrbuch erschien auf Initiative des Expertenrates, der beim Parlamentsausschuss fĂŒr Angelegenheiten der Bildung, Wissenschaft, Kultur, Familie und Kindheit geschaffen wurde. Dies ist das erste kulturologische Jahrbuch in Pridnestrowien. Wir haben historische und wirtschaftliche JahrbĂŒcher. Die Palette des Erbes ist sehr gross: das ist das geistige, kulturelle, pĂ€dagogische und wissenschaftliche. Wir hoffen, dass dieses neue Projekt in unserem Zentrum und in der Partei âObnowlenieâ stĂ€ndig funktionieren wird, sagte der Direktor des Zentrums fĂŒr Forschungen des kulturell-historischen und geistigen Erbes Nikolaij Dymtschenko in seinem Kommentar. Die Versammelten wiesen auf die AktualitĂ€t des stattgefundenen Treffens und trafen die Entscheidung, solche Veranstaltungen regelmĂ€ssig durchzufĂŒhren, um die modernen Probleme zu erörtern, die im Wissenschaftsbereich entstehen.
***3***
Auf Initiative der republikanischen Partei âObnowlenieâ fand in Tiraspol die erste Stiftungssitzung des politischen Disputclubs âVerein der Wahrheitâ statt. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Tiraspoler Schulen, Studentinnen und Studenten des Medizinkollegs und der Pridnestrowischen Staatlichen Taras-Schewtschenko-UniversitĂ€t nahmen an der Sitzung des Disputclubs teil. Die jungen Pridnestrowierinnen und Pridnestrowier studieren in solchen Hochschulen wie Finanzakademie bei der Regierung der Russischen Föderation, die Moskauer StaatsuniversitĂ€t der internationalen Beziehungen, die UniversitĂ€t der Völkerfreundschaft und andere. In der ersten Sitzung erörterten die Jugendlichen aktuelle und ziemlich seriöse Probleme â die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise und die Wege fĂŒr die Ăberwindung der Krise in unserer Republik, die Entsprechung des pridnestrowischen Bildungssystems den Weltstandards sowie die Gestaltung eines positiven Images der PMR in der Welt. Zu Ergebnissen der Diskussion Ă€usserten die eingeladenen Experten ihre angesehene Meinung. Die Experten fĂŒr Wirtschaftsfragen war der Doktor fĂŒr Wirtschaftswissenschaften Andrej Kriwenko, der SachverstĂ€ndige fĂŒr Bildungsangelegenheiten war der Direktor der Mittelschule Nummer 18 Sergej Serdun, der Spezialist fĂŒr das Problem der Gestaltung eines positiven PMR-Images war die Doktorin fĂŒr Soziologie Jelena Bobkowa. Es wird geplant, dass sich die Mitglieder des Disputsclubs zweimal im Jahr wĂ€hrend der Ferien versammeln werden.
***4***
Im astronomischen Zentrum der PSU (Pridnestrowische Staatliche UniversitĂ€t) wurde das neue und universelle Teleskop eingebaut. Das ist ein wichtiges Ereignis fĂŒr das pridnestrowische Zentrum fĂŒr Astronomie, nicht nur vom wissenschaftlichen, sondern auch Bildungsstandpunkt aus wichtig. Das Planetarium Pridnestrowiens hat noch einmal gezeigt, dass es mit dem russischen Pulkowo-Observatorium zusammenarbeitet. Genau dieses Observatorium schenkte den Pridnestrowiern das moderne multifunktionale Teleskop. Das Fernrohr wird ermöglichen, die entlegensten Orte des Weltalls zu studieren. Bekanntlich nimmt die QuantitĂ€t des kosmischen MĂŒlls rund um die Erde wesentlich zu, ĂŒber 3 Millionen Sputniksplitter drehen sich weiterhin um die Erde und bilden einen Ring. Dieser MĂŒll, der wegen der Menschen entstanden ist, verursacht derzeit seriöse Probleme sogar fĂŒr den Start eines neuen Sputniks zum Orbit. Um den kosmischen Raum zu kontrollieren, wurde in Russland 2004 der Pulkowo-Verband der Optischen Beobachter geschaffen. Dieser Organisation gehören zehn Observatorien und Beobachterpunkte in der ganzen Welt an, unter anderen das wissenschaftlich-methodische Astronomie-Zentrum der PSU. BeilĂ€ufig gesagt ist es schon das dritte Teleskop im Zentrum. Das vorherige Fernrohr wurde vor drei Jahren auch mit UnterstĂŒtzung der russischen Kollegen installiert. Das allererste Teleskop wurde in Tiraspol 1965 festgestellt, heute hat es die Funktion eines ĂbungsgerĂ€ts fĂŒr Studentinnen und Studenten und wird fĂŒr wissenschaftliche Ziele fast nicht benutzt, weil es modernere Fernrohre gibt. Es wird geplant, in der PMR noch zwei Teleskope bis zum Ende des Jahre einzubauen.
***5***
Zu anderen Nachrichten. Das in Pridnestrowien erklĂ€rte Jahr der Familie 2009 soll die Aufmerksamkeit der Vertreter aller Bereiche des Staatslebens zum Problem der Festigung der wichtigsten âGesellschaftszelleâ heranziehen. Derzeit haben schon einige Einrichtungen und öffentliche Organisationen die jeweiligen Initiativen ergriffen. Die Gesellschaft der Historiker und Archivangestellten und der Staatsdienst fĂŒr die Verwaltung der Dokumentationen und Archive der PMR planen, am 8. Februar den kreativen Wettbewerb der GeschichtsaufsĂ€tze unter dem Namen âMein Stammbaum in der Geschichte Pridnestrowiensâ zu erklĂ€ren. Die Veranstalter wollen in diesem Jahr den Wettbewerb fĂŒr GeschichtsaufsĂ€tze ausbauen, indem alle Alterskategorien unabhĂ€ngig von der Ausbildung daran teilnehmen können. Zugleich teilten die pridnestrowischen Spezialisten des Archivdienstes mit, die Hauptbedingungen des kreativen Wettbewerbs bleiben wie frĂŒher bestehen. Die Grundlage der Arbeit sollen die Materialen bilden, die den persönlichen Archiven entnommen werden sollten - die Angaben ĂŒber die Wurzeln der Familie, wie die Vorahnen lebten, die Erinnerungen der Teilnehmer an den Ereignissen, die dokumentalen Nachweise. Alle AufsĂ€tze werden in einer der offiziellen Staatsprachen der PMR aufgenommen, auf Ukrainisch, Russisch und Moldauisch. In Relation zum Vorjahr ist die Dauer fĂŒr die DurchfĂŒhrung des Wettbewerbs viel lĂ€nger geworden: die Werke kann man bis zum 1. Dezember 2009 einreichen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse und die Auszeichnung der Sieger wird 2010 im Rahmen der Feierlichkeiten zum Anlass des 20-jĂ€hrigen Bestehens der PMR stattfinden. Die besten Schriftwerke werden in einer Sammlung veröffentlicht und im Archivfonds der Republik eingetragen werden.
***6***
In der pridnestrowischen Stadt Bendery fand die offizielle Eröffnung der Veranstaltungen des Jahres der Familie statt. Das Fest wurde im Tiraspoler Pawel-Tkatschenko-Kulturhaus abgehalten. Die Vertreter der Staatsadministration, die Abgeordneten der lokalen RĂ€te und des Obersten Rates zeichneten die Stadtfamilien aus. Eine besondere Aufmerksamkeit wurde den kinderreichen Familien geschenkt. In der Stadt Tiraspol gibt es 800 dieser Familien. Zwei kinderreiche MĂŒtter wurden mit Orden âMutter-Heldinâ ausgezeichnet. Es sind Olga Lysogor und Nadeschda Slobodtschik. Jede Mutter hat zehn Kinder geboren. Die Familie Newerowy, die den Eltern-Erziehern des Kinderheims des Familientyps Tiraspol sehr gut bekannt sind, erhielten das Diplom unter dem Namen âElternruhmâ. Derzeit erzieht diese Familie neun Kinder â fĂŒnf Jungs und vier MĂ€dchen. Die anderen kinderreichen Familien bekamen HausgerĂ€te und Bettdecken geschenkt. Mit dem Diplom âDas goldene Paarâ wurde die Familie Lischenko ausgezeichnet. Die Eheleute lebten 50 Jahre lang in der Ehe gemeinsam. Die Ehegatten eröffneten das Jahr der Familie in der Stadt Bendery und gratulierten einem jungen Ehepaar, das ihre Ehe in diesem Jahr registriert hat. Sie schenkten den Jungverheirateten eine Flasche Sekt und sagten den NeuvermĂ€hlten, dass die diese Flasche in 50 Jahren wĂ€hrend des goldenen EhejubilĂ€ums aufmachen sollen. Die im Kulturhaus Versammelten hatten die Gelegenheit, das festliche Konzert anzuschauen, das von dem kreativen Team der Stadt vorbereitet wurde.
***7***
In der pridnestrowischen Rybniza fand die kreative Veranstaltung des Volksensembles des moldauischen Volksliedes âBusuijok Moldoweneskâ (âĐŃŃŃĐčĐŸĐș ĐŒĐŸĐ»ĐŽĐŸĐČĐ”ĐœĐ”ŃĐșâ) statt, der dem 20-jĂ€hrigen Bestehen des Kollektivs gewidmet wurde. Im Programm des zweistĂŒndigen Konzerts gab es Lieder, die nicht nur von den Jubilaren, sondern auch von den Freunden des Ensembles gesungen wurden. Am Konzert nahmen unter auch die Kollektive aus Rybniza und der moldauischen Stadt Resina teil. Laut der stellvertretenden Chefin der Rybnizaer Kulturverwaltung Ljubow Iliesch ist das Kollektiv âBusuijok Moldoweneskâ die einzige KĂŒnstlergruppe in Pridnestrowien und Moldau auf so einer Art und Weise. âWenn die KĂŒnstler auf der BĂŒhne auffĂŒhren, vertreten sie nicht nur das moldauische Lied, sondern auch eine ganze Reihe der Volkssitten und Traditionen und das, was die Volksseele ausdrĂŒcktâ, sagte sie. Die unabsetzbare Leiterin des Volksensembles ist die ausgezeichnete Kulturarbeiterin der PMR Raisa Nistor. Der Musikleiter ist Michail Martynjok. Laut Raisa Nistor singen und spielen elf Personen derzeit im KĂŒnstlerkollektiv. Der JĂŒngste von ihnen ist sechs Jahre alt, der Ălteste 60 Jahre alt. Das Volksensemble âBusuijok Moldoweneskâ nimmt permanent an Stadt- und Bezirksveranstaltungen teil. Vielmals beteiligte sich das Kollektiv an den internationalen Festivals und Wettbewerben. 2000 wurde dem Ensemble âBusuijok Moldoweneskâ der Titel âVolkskollektivâ verliehen.
Radio PMR-Archiv: Die Nachrichten vom 4. Februar 2009
- 66. Jahrestag der Schlacht von Stalingrad
- Besuch britischer Experten in der PMR
- Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit in der PMR
- Neue Ausgabe des Magazins âModerner Konstitutionalismus”
***1***
Am 2. Februar wurde ein grosser Tag fĂŒr die ganze Menschheit gefeiert, deren Leben derzeit sein könnte und nĂ€mlich unter dem tödlichen Faschismusjoch. Wir feierten den 66.Jahrestag einer der grössten Schlachten des Zweiten Weltkrieges â der Schlacht bei Stalingrad. 200 Tage und NĂ€chte dauerte diese grosse Schlacht, die das von Hitler eroberte Europa mit Anstrengung verfolgte. Europa verfolgte es und wunderte sich ĂŒber die Standhaftigkeit und den Mut der Sowjetmenschen, die ihre Heimatstadt verteidigten, die fĂŒr Jahrhunderte zum Symbol der Selbstlosigkeit und des Glaubens an die gerechte Sache, der Resistenz und StĂ€rke des Geistes geworden ist. Es war hier vor den uneinnehmbaren Mauern von Stalingrad wurde im Mythus ĂŒber die Unbesiegbarkeit der Wehrmacht vernichtet. Eine mĂ€chtige Armee des Feldmarschalls Paulus wurde hier zerschlagen. Es war Stalingrad, wo die TrĂ€ume der Nazis, den Zugang zum Kaspischen Meer und zum Nordkaukasus zu erreichen, in Vergessenheit geraten sind. Jedes Haus der grossen Stadt an der Wolga wurde zur uneinnehmbaren Festung. Die KĂ€mpfer von Stalingrad kĂ€mpften fĂŒr jeden Zollbreit Land unnachgiebig. Zum Beispiel schĂŒtzten 22 KĂ€mpfer der Einheit des Sergeanten Jakow Pawlow 58 Tage und NĂ€chte lang ein grosses Haus und vernichteten hier mehr HitleranhĂ€nger als die deutschen Wehrmacht bei der Bezwingung von Paris und BrĂŒssel verloren hatten. Nach dem Krieg ist dieses Haus zu einem legendĂ€ren Museum geworden und erhielt zwei Namen âPawlows Hausâ und das Haus des MilitĂ€rruhmes. Mit Ungeduld erwartete die ganze Welt die Meldungen von der Stalingrader Front. Diese Schlacht gilt zu Recht als eines der grössten Ereignisse im Zweiten Weltkrieg. Sie wurde zum Wendepunkt fĂŒr den weiteren Kriegsverlauf. Unter anderen kĂ€mpften die Soldaten und Offiziere aus Pridnestrowien in Stalingrad: der Held der SU Sergej Iwanowitsch Polezkij, die Inhaber der Kriegsorden: der Oberst Grigorij Schurko, der Major Jurij Guschin, die Leutnantin des SanitĂ€tsdienstes Tamara Kutischewa, die Soldaten Nikolaij Masanow und Ewgenija Bril. Unser Volk sowie die Völker anderer europĂ€ischen LĂ€nder werden sich immer an die grosse Heldentat der Verteidiger von Stalingrad , an die Helden erinnern, die das Vaterland verfechten konnten und dem Gegner keinen Zollbreit des heiligen Landes wichen. Die Pridnestrowier wissen nicht vom Hörensagen, was die HeimtĂŒcke und der blutgierige Hass des Feindes heisst. 1992 wehrten sie in der besten Tradition von Stalingrader KĂ€mpfern den Angriff der Nationalfaschisten aus Chisinau. Mit tiefem Respekt erinnern wir uns an diejenigen, die fĂŒr das geliebte Mutterland , fĂŒr die Freiheit und WĂŒrde sowie fĂŒr den orthodoxen Glauben kĂ€mpften. Wir danken den heute lebenden Veteranen der legendĂ€ren Schlachten.
***2***
Die britischen Experten interessieren sich fĂŒr die Situation in Pridnestrowien und plĂ€dieren fĂŒr eine objektive Erlernung der GrĂŒnde fĂŒr den Konflikt am Dnjestr. Dies erklĂ€rte der Ratgeber des Fonds von John Smith, der Ex-Parlamentssprecher Schottlands George Raid. Im Aussenministerium der PMR fand das Treffen zwischen ihm und dem Aussenamts Wladimir Jastrebtschak statt. Am GesprĂ€ch nahmen unter anderem der Stellvertretende Chef der Botschaft Grossbritanniens in Moldau John Mitchell und der Stellvertretende Aussenminister der PMR Sergej Simoneko teil. Auf Bitte der GĂ€ste erzĂ€hlt der Chef des pridnestrowischen Aussenamts ĂŒber die UrsprĂŒnge des Entstehens des Konflikts am Dnjestr am Anfang der Neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Der Chef der pridnestrowischen Diplomatie erklĂ€rte unter anderem jene grossen Unterschiede, die es zwischen der Republik Moldau und der PMR gibt. Wladimir Jastrebtschak merkte an, trotz der Versuche, die Seiten im Rahmen von irgendwelcher Bildung zu vereinen, arbeitet die Zeit gegen diese Idee. Chisinau und Tiraspol entfernen sich immer weiter in ihren Entwicklungsvektoren. Als Beispiel fĂŒhrte der Aussenminister der PMR die verschiedenen Bildungssysteme, die es in den zwei Staaten gibt. Die britischen GĂ€ste interessierten sich dafĂŒr, wie sich die internationale finanz- und Wirtschaftskrise auf Pridnestrowien auswirkt. Laut dem Chef des pridnestrowischen Aussenamts sei der Einfluss der Krise in der Republik ziemlich spĂŒrbar. Eine ganze Reihe von exportorientierten Betrieben musste ihre Produktion ganz verkĂŒrzen. Wladimir Jastrebtschak ist der Meinung, die Krise wird sich in Pridnestrowien in zwei oder drei Monaten vollkommen zeigen. George Raid interessierte sich dafĂŒr, wie die Resultate der in Moldau nahenden Parlamentswahlen den Prozess der moldauisch-pridnestrowischen Beilegung beeinflussen können. Der Chef des Aussenamts der PMR merkte an, in Tiraspol wird man die Wahlen in der nachbarlichen Republik verfolgen. DarĂŒber hinaus fĂ€llt es derzeit schwer, strategische Prognose zu machen, weil das Verhalten in Moldau unvorhersagbar ist, unabhĂ€ngig davon, was fĂŒr KrĂ€fte dort an der Macht sind. Am Abschluss des GesprĂ€chs Ă€usserte Wladimir Jastrebtschak die Dankbarkeit der Botschaft Grossbritanniens fĂŒr das Streben, die Lage am Dnjestr in Details zu studieren. Seinerseits sagte George Raid, Pridnestrowien hat das Recht, in Europa gehört zu werden. Dabei sollen die europĂ€ischen Institutionen die Informationen ĂŒber die Stellungnahme Tiraspol direkt, also ohne Vermittler erhalten. Der britische Experte Ă€ussert das Vorhaben, Pridnestrowien dabei UnterstĂŒtzung zu leisten.
***3***
Die meisten Unternehmen Pridnestrowiens geben sich unter den Bedingungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise MĂŒhe, ihre ArbeitskrĂ€fte aufrechtzuerhalten und stellen die Belegschaft fĂŒr die Ausfallzeit auf Unternehmenskosten frei. Dies sagte die stellvertretende Wirtschaftsministerin der PMR, die Chefin des Staatsdienstes fĂŒr Sozialpolitik und Arbeitsressourcen Natalija Onilowa den Journalisten. Am schwierigsten geht es den Grossbetrieben. Die Angaben ĂŒber die BelegschaftsverkĂŒrzung wurden schon vom Textilkonzern Tirotex, dem Elektroapparaturenwerk und der Ziegelei gemacht. Aber in der Republik gibt es keine Tendenz zu massenhaften Entlassungen, wie es in anderen LĂ€ndern der Fall ist. Bei uns geben sich die Betriebe das Belegschaftspotential aufrechtzuerhalten, sagte Onilowa. So ein Herangehen hĂ€lt man im Wirtschaftsministerium fĂŒr richtig. âEinerseits haben wir einen Abfluss der ArbeitskrĂ€fte infolge der Arbeitsabwanderung, andererseits haben wir einen Defizit an ArbeitskrĂ€ften wegen der niedrigen Geburtenzahlen in den neunziger Jahren und dies verursacht bei uns die meisten Besorgnisse.â, sagte die stellvertretende Wirtschaftsministerin. Sie fĂŒhrte aus, derzeit sollten die 20-jĂ€hrigen jungen Menschen im Arbeitsmarkt prĂ€sent sein, aber es gibt ganz wenige Personen in diesem Alter: die Geburtenzahl von damals wurde von der wirtschaftlichen und politischen InstabilitĂ€t sehr stark beeinflusst. Der pridnestrowische Markt wird in einigen Jahren einen schĂ€rferen Mangel an der jungen Kraft spĂŒren, deswegen ist es heute so wichtig, die bestehenden Arbeitsreserven zu bewahren und alles dafĂŒr zu machen, damit die Menschen die Schwierigkeiten ĂŒberwinden wĂŒrden, um hier zu bleiben, meinte Onilowa. Sie rief die Bevölkerung auf, die Dienstleistungen des Arbeitsamts aktiver zu benutzen und öffentliche Arbeiten zu machen, die man in den StĂ€dten und Bezirken anbietet. Man kann sich auch eine neue Qualifikation erwerben. Derzeit gibt es eine Nachfrage nach Bauherren, den Experten im Bereich der Dienstleistungen und den Fahrern. In den ArbeitsĂ€mtern gibt es jeweilige Kurse und der Arbeitslose hat die Gelegenheit, etwas zu verĂ€ndern und seine Qualifikation zu erhöhen., betonte die stellvertretende Wirtschaftsministerin. Laut offiziellen Angaben wurde der Mindestlevel der Arbeitslosigkeit in Pridnestrowien in der Stadt Dubossary registriert, dort betrĂ€gt sie 0,3%. Die höchste Arbeitslosigkeit wurde in der Stadt Slobodseja festgestellt, es sind 4,7%. Der durchschnittliche Indikator betrĂ€gt in der Republik 1,4%, was den Stand der vergangenen Jahre nicht ĂŒberschreitet.
***4***
In Pridnestrowien erschien die nĂ€chste Ausgabe des internationalen wissenschaftlichen Journals âModerner Konstitutionalismusâ. Das Magazin, das vom Verfassungsgericht der PMR zweimal im Jahr veröffentlicht wird, ist eine Sammlung der wissenschaftlichen Artikel der Rechtsgelehrten und RechtsverstĂ€ndigen. In diesem Magazin werden die Materialien nicht nur der pridnestrowischen Autoren, sondern auch der SachverstĂ€ndigen des Verfassungsrechts aus dem Fern- und Nahausland veröffentlicht. Der Redaktionsrat des Magazins ist auch international. Dazu gehören die Rechtsgelehrten aus Russland, der Ukraine, Bulgarien und Serbien. Das Verfassungsgericht der PMR hat gute Verbindungen zu den Verfassungsgerichten und Gerichtshöfen aus einigen Dutzenden von LĂ€ndern, obwohl es relativ kurz besteht â es wurde 2000 geschaffen. Mit einigen Gerichtshöfen wurden die Zusammenarbeitsabkommen abgeschlossen. Daher wird die ganze Literatur des Verfassungsgerichts unserer Republik in der ganzen Welt verbreitet. Dieses Magazin ist keine Ausnahme. Es wird in drei Sprachen veröffentlicht: auf Russisch, Englisch und Deutsch. Unter den Artikel der aktuellen Ausgabe gibt es Materialien der Autoren aus Russland, der Ukraine und Israel. Eine besondere Aufmerksamkeit ruft der Beitrag des ehemaligen Richters des Verfassungsgerichts der Russischen Föderation , des heutigen PrĂ€sidenten der Republik Karatschewo-Tscherkessija Boris Ăbssew hervor. Der Artikel heisst âDie Verfassung Russlands und der politische Pluralismus. Methodologie, Theorie und Orientierung der Rechtsverwendung.â Darin werden verschiedene Aspekte der Verfassungsgrundlagen der ideologischen und politischen Vielfalt in Russland betrachtet. Das aktuelle Problem der Relationen zwischen dem politischen Pluralismus und den Verfassungsgrundlagen wird im Artikel der Professoren aus Israel Joachim Rabin und Juwal Schaini unter dem Titel âEine Verfassungsrevolution vollzog sich in Israel noch nicht: es ist an der Zeit, die wirtschaftlichen und öffentlichen Rechte zu schĂŒtzen.â Die beiden Autoren aus Israel kritisieren die Behörden Israels, weil sie sich verweigern, die wirtschaftlichen und öffentlichen Rechte und Freiheiten in der Verfassung zu verankern. Das Thema der Beziehungen zwischen dem Recht und der Personenfreiheit wird im Artikel des Chefs des Lehrstuhls fĂŒr Verfassungs- und Völkerrecht der Charkower NationaluniversitĂ€t der Inneren Angelegenheiten Wladimir Serjogin unter dem Titel âPersonenfreiheit als Verfassungs- und Rechtswertâ angeschnitten. Ăber das nicht weniger aktuelle Thema, und zwar ĂŒber die Verfassungs- und Rechtsverantwortung schreibt der oberste Mitarbeiter des Instituts fĂŒr Staat und Rechte der Ukrainischen Nationalakademie der Wissenschaften Aleksandr Batanow in seinem wissenschaftlichen Beitrag. Nehmen wir zum Beispiel so einen Bestandteil der Verfassungs- und Rechtsverantwortung wie die Folgen des Ignorierens der Verfassung beim FĂ€llen dieser oder jener Gerichtsurteile. Diese Problematik wurde von der Richtergemeinschaft vielmals angesprochen, aber einige Richter ziehen es in ihrer Gerichtspraxis vor, die anderen Rechtsnormen als Richtschnur zu nehmen, obwohl die Verfassung ĂŒber anderen gesetzgebenden Akten des Staates steht. Genauso scharf ist das Problem der Verantwortung fĂŒr die Veröffentlichung der Normativakten, die der Verfassung widersprechen. Zwar gibt es in Pridnestrowien eine durch das Gesetz bestimmte Verantwortung fĂŒr die Veröffentlichung der verfassungswidrigen Normativakten, aber es wurde kein Mechanismus fĂŒr ihre Umsetzung ausgearbeitet. Das Problem der Verfassungs- und Rechtsverantwortung ist nicht nur fĂŒr Pridnestrowien, sondern auch fĂŒr das Rechtsfeld aller postsowjetischen Staaten charakteristisch. Dies behauptet mindestes Aleksandr Batanow in seinem Artikel. Juristische Auseinandersetzungen sind fĂŒr die Gesetzgebung jedes Staates mehr oder weniger eigentĂŒmlich. Und die Rolle der Verfassungsgerichte ist bei der Vervollkommnung der Nationalgesetzgebung und folglich der Rechtspflege unschĂ€tzbar. Derzeit kommen immer mehr und mehr Staaten zum Schluss, dass es Notwendig ist, die Verfassungsbehörden einzurichten. In den meisten Subjekten der Russischen Föderation erfolgte die Herausbildung der Verfassungsgerichte am Anfang 2000. Deswegen sind viele von ihnen, wie etwa das im Jahre 2001 etablierte Verfassungsgericht der Republik Nordossetien-Alanien jĂŒnger als das Verfassungsgericht der PMR. Dieser Prozess hat noch nicht geendet. In diesem Zusammenhang stellt der Artikel des Vorsitzenden des nordossetischen Verfassungsgerichts Aleksandr Zaliew und des Richters Oleg Katschmasow ein Interesse dar. Der Artikel heisst âDie Notwendigkeit der weiteren Schaffung der Verfassungsgerichte und die Wege der Vervollkommnung der Rechtspflege.â Neben den oben genannten Artikeln, die das Problem des Konstitutionalismus anschneiden, enthĂ€lt das Magazin die Materialen, die den engeren Fragen gewidmet wurden. Zum Beispiel die Kooperation der Verfassungsgerichte mit den lokalen Behörden, das Bodenrecht, das Völkerrecht im Umweltschutzbereich. Die einfache Auflistung der Artikel der jĂŒngsten Ausgabe des Magazins âModerner Konstitutionalismusâ weist darauf hin, dass das Journal des Verfassungsgerichts der PMR nicht nur fĂŒr die Menschen, sondern auch fĂŒr die Personen interessant sein kann, die sich mit den Problemen des Verfassungsrechts beschĂ€ftigen. Das Journal stellt auch fĂŒr die Studentinnen und Studenten der Jura-Hochschulen ein Interesse dar. Bekanntlich gibt es einen Mangel an der wissenschaftlichen Literatur zu diesem Thema. Zwar betrĂ€gt die Auflagenhöhe des Magazins 300 Exemplare, aber jeder Interessent kann sich einen Einblick in die in der Sammlung vorgestellten BeitrĂ€ge verschaffen. Dazu brauch man nur die Webseite des Verfassungsgerichts der PMR besuchen.

