News: Russische PrÀsidentschaftswahl in der PMR
23 Wahllokale boten am Vortag russischen BĂŒrgern der PMR die Möglichkeit ihre Stimme zur russischen PrĂ€sidentschaftswahl auf transnistrischem Gebiet abzugeben, dies berichtet aus Tiraspol die russische Nachrichtenagentur Nowij Region-2. Rund 46.000 Russen in Transnistrien gingen zu den Urnen und votierten zu mehr als 87 Prozent fĂŒr Dmitrij A. Medwedew der Partei “Einiges Russland”. ZweitstĂ€rkster Kandidat der pridnestrowischen Russen wurde der Kommunist Gennadij A. Sjuganow mit rund sechs Prozent Zuspruch. An dritter Stelle, mit etwa fĂŒnf Prozent folgte der FĂŒhrer der radikalen LDPR, Wladimir W. Schirinowski, der mit seiner Partei ebenso in Transnistrien beheimatet ist. Die pridnestrowische Wahlkommission habe im Wahlkampf und beim Urnengang keine UnregelmĂ€ssigkeiten feststellen können, so Nowij Region-2.
Quelle: Nowij Region-2, “Mehr als 87 % pridnestrowischer Russen haben fĂŒr Medwedew gestimmt”
Kramar fĂŒr Kollektiv Fischka
News: Gedenken in Dubossary
Zeitgleich zur russischen PrĂ€sidentschaftswahl treffen sich Veteranen in Dubossary, um dem 16. Jahrestag des Beginns militĂ€rischer Handlungen gegen Moldau zu gedenken. In der Nacht vom 1. auf den 2. MĂ€rz 1992 löste der Tod eines MiliziĂ€rs einen viermonatigen Krieg an der Dnjestr aus, der die derzeitigen Grenze Pridnestrowiens/Transnistriens gegenĂŒber der Republik Moldau festigte.
Kramar fĂŒr fischka.com
News: Russland erteilt Transnistrien Absage
Der stellvertretende Aussenminister der Russischen Föderation, Griogrij B. Karasin, erklĂ€rt bei einem Arbeitsbesuch seines transnistrischen Amtskollegen Valerij A. Litzkaj in Bezug auf die transnistrischen UnabhĂ€ngigkeitsbestrebungen, dass “Russland keine Methoden akzeptiere, die dem Völkerrecht zuwiderlaufen, wie das im Fall Kosovo war”, so zitiert RIA Nowosti aus einem Artikel der Tageszeitung “Kommersant”. In diesem heisst es weiters, dass Russland verstimmt sei, da die PMR dem russischen Energielieferant Gazprom mittlerweile ĂŒber eine Milliarde Dollar schulde. GemĂ€ss vertraulichen Quellen des Kollektiv Fischkas, werden Vorverhandlungen fĂŒr eine Reintegration Transnistriens in die Republik Moldau gefĂŒhrt.
News: EU’s neue Liste fĂŒr EinreisebeschrĂ€nkungen
Der EU-Rat hat seine, seit Februar 2003 gefĂŒhrte Liste “betreffend restriktiver Massnahmen gegen die FĂŒhrung der transnistrischen Region der Republik Moldau” aktualisiert. Die in dieser Liste angefĂŒhrten PMR-Personen haben ein Einreiseverbot in die EU. Nach wie vor, ganz oben auf diesem Index befinden sich PMR-PrĂ€sident Igor N. Smirnow und seine beiden Söhne. Von der bisher bestehenden Liste wurden sechs Personen gestrichen, u.a. der Sprecher des Parlaments Evgenij Schewtschuk, und wiederum sechs neue hinzugefĂŒgt. Insgesamt finden sich 19 Personen auf dieser fĂŒr zwölf Monate gĂŒltigen Liste, die “verantwortlich sind fĂŒr die Verhinderung von Fortschritten bei der Erzielung einer politischen Lösung des Transnistrienkonflikts in der Republik Moldau”.
Siehe auch Kollektiv Fischka, Transnistrien-News: Liste der EU-Einreiseverbote fĂŒr transnistrische Politiker
Kramar fĂŒr Kollektiv Fischka
News: GefĂ€ngnisamnestie fĂŒr 1000 HĂ€ftlinge in Transnistrien
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Wie Tiraspol Times berichtet, sollen durch ein neues Amnestiegesetz in Transnistrien 1000 HĂ€ftlinge vorzeitig entlassen werden. EmpfĂ€nger dieser Amnestie seien gewaltlose sowie schwangere HĂ€ftlinge, Frauen ĂŒber 50 und MĂ€nner ĂŒber 55 Jahre, erklĂ€rt Regierungsmitglied Galina Antufeewa. GegenwĂ€rtig sitzen 2569 HĂ€ftlinge in transnistrischen GefĂ€ngnissen. Bei 550.000 Einwohnern entspricht das 463 HĂ€ftlinge auf 100.000 Einwohner. Ăsterreich liegt bei 208 HĂ€ftlingen, die höchste Zahl an Gefangenen haben die USA mit ĂŒber 700 HĂ€ftlingen auf 100.000 Einwohnern. Foto: Galina Antufeewa/Quelle: Tiraspol Times |
News: Duma PrĂ€sident erwĂ€gt Anerkennung Abchasiens und SĂŒdossetiens. Transnistrien könnte folgen.
Laut Duma-Sprecher Boris Gryslow könnte Russland die georgischen Teilrepubliken Abchasien und SĂŒdossetien schon im Januar 2008 anerkennen. Gryslow, FĂŒhrer von Putins Partei “Einiges Russland” sagte am Montag , dass die neue Duma das Thema Abchasien und Ossetien bereits im Januar auf den Tisch bringen könnte. Georgien bezeichnete diese Aussage als Provokation.
Laut Russland-Aktuell sei diese Aussage weniger ein realistisches Szenario gegen Georgien, sondern vielmehr eine Botschaft an den Westen bezĂŒglich der Kosovo-Frage. Russland versucht die UnabhĂ€ngigkeit des Kosovo zu verhindern und drohe mit Anerkennung der georgischen Teilrepubliken.
Die transnistrische Zeitung Tiraspol Times griff Gryslows ErklÀrung auf und sieht Transnistrien als nÀchstes Land, welches die UnabhÀngigkeit erreichen wird. Wenn Kosovo anerkannt wird oder unilateral die UnabhÀngigkeit ausruft, so die Times, könne Transnistrien die Anerkennung nicht mehr verwehrt bleiben. Transnistriens Hoffnungen liegen also erneut bei Russland.
News: Transnistrier wÀhlen Putin bei Duma-Wahl
Transnistrische BĂŒrger mit russischer DoppelstaatsbĂŒrgerschaft haben bei den Wahlen zur russischen Duma am vergangenen Wochenende intensiv von ihrem Wahlrecht gebrauch gemacht, berichtet die Tiraspol Times.
Laut der einzigen englischsprachigen Zeitung Transnistriens wurden 24 Wahlstationen in ganz Transnistrien eingerichtet. Dies sei ein “scharfer Kontrast” zu Moldau, wo russische BĂŒrger ausschlieĂlich in der russischen Botschaft wĂ€hlen konnten. Dies sei ein Novum, bei vorhergehenden Wahlen konnten in mehreren Wahlstationen in Moldau gewĂ€hlt werden. Die transnistrischen Behörden hatten mit den russischen Wahlbeauftragten zusammengearbeitet damit, so Tiraspol Times, russische BĂŒrger ihr demokratisches Recht zu WĂ€hlen wahrnehmen konnten.
Die Times berichtet, dass auf moldauischer Seite 2.500 russische BĂŒrger ihre Stimme abgegeben hĂ€tten. Auf der anderen Seite des Dnjestr habe es dagegen ein “demokratisches Fest” gegeben, bei dem 45.864 russische BĂŒrger zur Wahl gegangen seien.
“Geeintes Russland” erhielt in Transnistrien ein noch besseres Ergebnis als im gesamten Russland. WĂ€hrend Putins Partei in Russland 64,1 % der Stimmen erhielt, wurden in Transnistrien 83,8 % gezĂ€hlt. Die Kommunistische Partei erhielt 4 %, die rechtsauĂen Partei von Wladimir Schirinowski erhiet 5 %, 5,2 % wĂ€hlten “Faires Russland”.
Marcell NimfĂŒhr fĂŒr Kollektiv Fischka
News: Ethnische SĂ€uberung russischer Minderheit in Moldau?
Die transnistrische Online Zeitung Tiraspol Times berichtet, dass in den letzten 17 Jahren eine ethnische SĂ€uberung der russischen Minderheit in Moldau stattgefunden habe.
GemÀà der letzten VolkszĂ€hlung in Transnistrien aus dem Jahr 2004 leben 168.270 ethnische Russen auf dem Gebiet der PMR. Davon haben ungefĂ€hr 120.000 die russische StaatsbĂŒrgerschaft. Im Vergleich zum letzten Zensus der Sowjetunion habe sich die Zahl der Russen in Transnistrien kaum geĂ€ndert.
Tiraspol Times berichtet, dass 1989 in Moldau noch 13 % der Bevölkerung russischer Abstammung sei, im Jahr 2004 sei diese Zahl auf 5,8 % zurĂŒckgegangen. Dies sei ein Resultat von ethnischer SĂ€uberung, meinte ein Russe, dessen Name nicht genannt wurde. Weitere Beweise wurden nicht genannt.
Tiraspol Rocks
Am 24. und 25. November fand in der Hauptstadt Transnistriens (Pridnestrowie), Tiraspol das erste Rock-for-Charity Festival statt. Laut Tiraspol Times traten sieben Rockbands im Tiraspoler Expo-Center auf. Ausgerufen wurde das Festival von der fĂŒhrenden Oppositionspartei Obnowlenije (Erneuerung, Obnovleniye). Die Einnahmen kamen zwei lokalen Kinderheimen und einem Behindertenheim zugute. Unter den Bands waren: Advent Fog, Mataxari, Expirians und Before Christ.
Marcell NimfĂŒhr, Kramar fĂŒr Fischka.com
News: Tauwetter in moldauisch-transnistrischen Beziehungen?
GemÀà einem Bericht von Osteuropa-Journalistin Jutta Sommerbauer in Die Presse hat dass Transnistrien die (bis zu 100%igen) Importzölle auf moldauische Waren aufgehoben. Dies sei möglicherweise als ein Tauwetter zwischen beiden Konfliktparteien zu werten. Mehr dazu hier.
News: Denkmal von ‘Katharina, die Grosse’ in Tiraspol enthĂŒllt
Am 27. Oktober 2007 wird in Tiraspol, gegenĂŒber des Denkmals von General Suworow, eine Bronze-Statue der Zarin ‘Katharina, die Grosse’, enthĂŒllt. Katharina herrschte im 18. Jahrhundert ĂŒber das Russische Reich und setzte wichtige Reformen um. Die EnthĂŒllung war ursprĂŒnglich fĂŒr die Feierlichkeiten zum 215. Jahrestag von Tiraspol am 14. Oktober angesetzt. Aufgrund technischer Probleme fand sie aber erst jetzt statt.
News: Transnistrien wird in Ăsterreich als Metapher salonfĂ€hig
Der Kurier zitiert VP-Klubobmann Rudi Strommer, der in einer Pressekonferenz der BurgendlĂ€ndischen Krankenversicherung vorwirft, wie Transnistrien zu sein. Die Krankengesellschaft hat Strommer geklagt. Zuvor hatte Strommer laut Kurier die Krankengesellschaft als âGeheimstaat im Staatâ, âvergleichbar mit der Republik Transnistrien am Dnestrâ verglichen, âeinem rechtsfreien Sumpf, gelegen zwischen Moldawien und Ukraineâ. Die Klage wurde abgewiesen. Eine BegrĂŒndung lautete: “dass die international nicht anerkannte Republik dem durchschnittlichen Leser unbekannt ist und dass daher mit diesem Land keinerlei besondere Assoziationen verbunden werdenâ.
News: Moldaus Minister: Transnistrienstreit kein ethnischer Konflikt
In einem Interview mit dem Tagesspiegel erklĂ€rte der moldauische Minister fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten und europĂ€ische Integration, Andrei Stratan, dass der Streit mit Transnistrien kein ethnischer Konflikt sei. Auf beiden Seite lebe das selbe Volk. Er meinte, dass die Welt sich bewusst gemacht habe, dass es hier nicht um einen internen Konflikt gehe. Vom Schmuggel, Waffenproduktion, Menschen- und Drogenhandel in Transnistrien gehe eine Gefahr nicht nur fĂŒr die Region, sondern fĂŒr ganz Europa und darĂŒber hinaus aus. DarĂŒberhinaus habe sich Russland dafĂŒr zu verantworten, die Truppen bisher nicht aus Transnistrien abagezogen zu haben.
News: OSZE sieht wichtigen Schritt zur Fortsetzung der 5+2 Verhandlungen
Die OSZE begrĂŒĂte in einer Pressemitteilung den VorstoĂ Moldaus, die Registrierung transnistrischer Unternehmen in Moldau bis zum 31.12.2008 zu verlĂ€ngern. Ebenso begrĂŒĂte die Organisation Transnistriens Entscheidung, die 100 Prozentige Einfuhrsteuer auf manche GĂŒter aus Moldau genauso abzuschaffen wie die so genannte Migrations-Steuer. Um die Bewegungsfreiheit weiter zu erhöhen, forderte die OSZE die Konfliktparteien auf, Grenzposten, die nicht zum russischen Friedenskorps gehören, abzubauen.
News: Washingtons Antwort auf das Referendum
Das US State Department hegt grosse Hoffnungen in der Beilegung des Transnistrien Konflikts, erklĂ€rt David Kramer, VizesekretĂ€r fĂŒr EuropĂ€ische Fragen im US AuĂenministerium. Ein Umstand dafĂŒr sei die gesteigerte internationale Aufmerksamkeit, die der Transnistrien-Konflikt gegenwĂ€rtig erhĂ€lt, so Kramer.
News: Wahlergebnis in Ukraine zu Ungunsten Transnistrien
Das vorlĂ€ufige Ergebnis der vorgezogenen ukrainischen Parlamentswahlen wird mit aller Wahrscheinlichkeit in Tiraspol mit wenig Freude aufgenommen. GemÀà der Hochrechnungen gewann der Oppositionsblock der prowestlichen Politikerin Julia Timoschenko mit 33%, gefolgt vom russlandtreuen Regierungschef Viktor Janukowitsch mit 30%. Der einstige Auslöser der Orangenen Revolution, Viktor Justschenko kam auf 16 Prozent. Dies lĂ€sst auf eine Koalition der prowestlichen Parteien schlieĂen. Jene Parteien, die im MĂ€rz 2006 eine Wirtschaftsblockade gegen Transnistrien verhĂ€ngt haben.
News: Transnistrische UnterstĂŒtzung fĂŒr Putin-Wahl
Evgenii Shevchuk, Vorsitzender des transnistrischen Obersten Rats sowie Vorsitzender der Partei Erneuerung wird als offizieller Gast beim Parteitag von Putins Vereintes Russland teilnehmen und hat Putin seine UnterstĂŒtzung zugesagt. Da 25-30% der 550.000 TransnistrierInnen auch die russische StaatsbĂŒrgerschaft besitzen, dĂŒrfen sie bei der kommenden Wahl zur Duma ihre Stimme abgeben. Shevchuk sagte: “Wir unterstĂŒtzen den Putin Plan und werden aktiv fĂŒr ihn eine Kampagne in Pridnestrowien unternehmen. Siehe Regnum (Russisch).
News: Transnistrische Politikerin nimmt an russischer Duma-Wahl teil
GemÀà der transnistrischen Internetplatform Pridnestrovie.net nimmt die transnistrische Politikerin Marina Smirnowa fĂŒr die Partei “Faires Russland” in der Region 90 an den kommenden Wahlen zur russischen Staats-Duma teil. Sie ist an 2. Stelle platziert. “Faires Russland” bestĂ€tigte, dass Smirnowa kandidiert. Damit könnte die Vorstandsvorsitzende der Gazprombank in Transnistrien tatsĂ€chlich Abgeordnete des russischen Parlaments werden.
News: Stadthymne fĂŒr Tiraspol zum Anlass des 215. Geburtstages
Tiraspol bereitet sich auf den 215. Jahrestags ihres Bestehens vor. Zu diesem Anlass wurde nach Tiraspol Times ein Wettbewerb abgehalten, um eine Stadthymne zu prĂ€mieren. Den Wettbewerb haben Vyacheslav Gordzey (Musik) und Alla Melnichuk (Text) gewonnen. Die Hymne wurde vom MilitĂ€rorchester einstudiert und wird am 14. Oktober 2007, dem Jahrestag aufgefĂŒhrt.
News: Transnistrien bittet Russland um Wirtschaftshilfe
Die russische Agentur Ria Novosti berichtet am 25. September 2007, dass Transnistriens PrĂ€sident Igor Smirnow Russland um Wirtschaftshilfe gebeten hat. Wie ein Pressesprecher Smirnows der Agentur mitteilte, ĂŒbergab der PrĂ€sident dem russischen Botschafter in Moldau, Valeri Kusmin, ein Schreiben mit der Bitte, Wirtschaftshilfe zu gewĂ€hren, da die Transnistrien unter der strengsten je festgestllten DĂŒrre leide. Ein langfristiger Kredit Russlands zum Aufbau der transnistrischen Landwirtschaft wĂŒrde dem Land sehr helfen, liess Smirnow verlauten. Die Getreideernte liegt angeblich 60% unter der Progrnose. Innerhalb der letzten vier Wochen stiegen die Brotpreise um 25%.


