Transnistrien Artikel
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Das Land, das es nicht gibt
Auf den Hauptplätzen stehen Leninstatuen. Die Landeswährung wird auf keiner Bank gewechselt. Und es ist auf keiner Landkarte einzeichnet. Für seine Bewohner ist Pridnestrowien trotzdem so real, das vor fünfzehn Jahren ein Bürgerkrieg um die Existenz der Republik geführt wurde. Das Reporter-Duo Kramar und Marcell Nimführ besucht das Land, das es nicht gibt, bereits seit fünf Jahren.
Veröffentlicht in Wiener 12.2007 [PDF]
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Die unerträgliche Langsamkeit der Veränderung
Menschen mit geistigen Behinderungen leben in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion oft noch immer unter menschenunwürdigen Bedingungen. Die Unterstützung von Hilfsorganisationen trägt jedoch dazu bei, das System der Benachteiligung behutsam zu ändern.
Veröffentlicht in: Liga für Menschenrechte, September 2007
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Der Sheriff im wilden Osten
Am östlichen Rand der Europäischen Union befindet sich eine ehemalige Sowjetrepublik. Das Land heißt Moldau und wurde 1991 selbstständig. Eine russische Minderheit hat zur selben Zeit die Unabhängigkeit ausgerufen und ihr Land Pridnestrowien, hierzulande als Transnistrien bekannt, getauft. Es kam zu einem Bürgerkrieg 1992, einem Waffenstillstand und einem eingefrorenen Konflikt, der bis heute dauert. Moldau ist international anerkannt, Pridnestrowien gilt als Separatistenstaat. Beide Teile haben eigene Präsidenten, Währungen, Pässe, Armeen - wobei die Staatssymbole Pridnestrowiens außerhalb seiner Grenzen nirgends anerkannt sind. Heute bekämpfen sich beide Länder auf wirtschaftlicher und diplomatischer Ebene. Nur im Fußball ist alles anders. Der österreichische Botschafter für diese Region, Arad Benkö, dazu ironisch: »Das einzige, dass die beiden Länder verbindet ist die gemeinsame Nationalmannschaft.« Diese tritt als Republik Moldau auf. Wo in anderen Aspekten des Lebens kalter Krieg herrscht, spielen Moldauer und Pridnestrowier in einem Team und national in einer Liga.
Veröffentlicht in: Ballesterer, April 2007
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Lenins Niemandsland lebt
Gena Tschokalev schultert das ölige Gewehr , schiesst, und trifft – nicht. Ein zweiter Versuch, extra für uns, die fremden Gäste. Konzentration, Beschwörung. Diesmal löscht er mit dem Schuss ein brennendes Streichholz, vier Meter entfernt hinter seinem Rücken. Der etwa 60jährige Gena ist ein geübter Könner, besitzt er doch die bunte Schießbude mitten in Tiraspol, der Hauptstadt der nicht anerkannten Republik Pridnestrowien.
Veröffentlicht in: Liga für Menschenrechte (2006)
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Proteste in Moldawien: EU-Beitritt statt „Russifzierung“
Friedliche Massenkundgebung in Moldawien: Die Demonstranten möchten mit einem rumänischen Moldawien, aber ohne die regierenden Kommunisten in die EU.
Publiziert in Junge Welt, Februar 2002
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